Hitachi gibt Plasmapanel-Fertigung auf

Mit Hitachi hat heute ein weiterer Hersteller von Plasmadisplays seinen Ausstieg aus der Plasmafertigung bekannt.

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Von
  • Ulrike Kuhlmann

Mit Hitachi hat ein weiteres Unternehmen seinen Ausstieg aus der Plasmafertigung bekannt gegeben (PDF-Datei). Das japanische Unternehmen will jedoch weiterhin Plasmafernseher bauen und die nötigen Panels künftig von Matsushita beziehen, statt sie selbst zu produzieren. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Schließung des Plasmawerks 40 Milliarden Yen kosten wird.

Bei der Fertigung von LCD-Panels arbeiten Hitachi und Panasonic seit geraumer Zeit im Joint Venture IPS Alpha zusammen. Panasonic setzt die LCD-Technik derzeit für Diagonalen bis etwa einem Meter (40 Zoll) ein und nutzt für größere Flachbildfernseher ausschließlich Plasmadisplays.

Die japanische Matsushita Electric, die ab Oktober weltweit unter dem Namen Panasonic firmieren wird, ist der weltgrößte Hersteller von Plasmapanels. Im Frühjahr hatte Pioneer seine Plasmaproduktion ebenfalls in die Hände von Matsushita respektive Panasonic gelegt – die Fertigung der hochwertigen Kuro-Panels war offenbar zu kostspielig und damit unrentabel geworden. Außer Panasonic und Hitachi produzieren derzeit Samsung und LG Electronics Plasmapanels für Flachbildfernseher und große Digitalanzeigen. Von LG wurden kürzlich ebenfalls Überlegungen bekannt, die Plasmafertigung aufzugeben beziehungsweise zu verkaufen. Konkrete Schritte hat das koreanische Unternehmen hier aber noch nicht eingeleitet.

Die Absatzzahlen von Flachbildfernsehern mit Plasmadisplays sind in der jüngeren Zeit zurückgegangen. Weltweit werden derzeit gut zehnmal mehr Fernseher mit LC-Display verkauft als mit Plasmatechnik. (uk)