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Hitachi schreibt rote Zahlen

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Der japanische Elektronikkonzern Hitachi ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Verlustzone gerutscht. Wie der Mischkonzern heute bekannt gab, fiel zum Bilanzstichtag 31. März 2007 unter anderem wegen des enttäuschenden Geschäfts mit Festplattenlaufwerken ein Nettoverlust von 32,8 Milliarden Yen (201 Millionen Euro) an. Im Vorjahr hatte das Unternehmen, dessen Produktpalette von Elektromaschinen über Haushaltsgeräte bis zur Unterhaltungselektronik reicht, noch einen Überschuss von 37,3 Milliarden Yen erwirtschaftet. Der Umsatz erhöhte sich dagegen im Berichtsjahr 2006/2007 um 8,3 Prozent auf rund 10,3 Billionen Yen.

Stärkere Verluste bei Festplatten hätten die Bilanz belastet. Hitachi verbuchte zudem Kosten für die Reparatur von Turbinen in Atomkraftanlagen sowie für Projekte zum Bau von Kraftwerken im Ausland. Im März hatte das Unternehmen mitgeteilt, 4500 Stellen oder rund 11 Prozent aller Arbeitsplätze bis Mitte kommenden Jahres streichen zu wollen. Hierzu soll eine Anlage für Komponenten von Festplatten-Laufwerken in Mexiko geschlossen werden.

Für das bis 31. März 2008 laufende Geschäftsjahr rechnet Hitachi mit einem Nettogewinn von 40 Milliarden Yen und einem Umsatz von 10,5 Billionen Yen. Hitachi, einer der größten Hersteller von Elektrotechnik in Japan, werde weiter Kosten im Bereich Festplatten-Laufwerke senken, hieß es. Zudem will sich der Konzern um mehr Projekte in Übersee bemühen und hierzu die mit dem US-Konzern General Electric vereinbarte Partnerschaft nutzen. (dpa) / (anw)