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Technology Review

Hitze: "Zehntausende Tote" durch Klimawandel in den USA

Die Gefahr von Hitzetodesfällen steigt mit der Erderwärmung. Davon geht das jüngste National Climate Assessment von US-Regierungsbehörden aus.

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Forscher: "Zehnttausende Tote" durch Klimawandel in den USA

(Bild: "Drought" / Bert Kaufmann / cc-by-2.0)

Die Zahl der Hitzetodesfälle könnte in den kommenden Jahrzehnten signifikant steigen. Davon gehen Forscher aus den USA aus, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Hitze: Viele Todesopfer durch zu warmes Klima").

Das zeigt eine Analyse im Rahmen des jüngsten National Climate Assessment (NCA), einer großen Zusammenstellung von Klimarisiken und möglichen Lösungsansätzen, die ein Konsortium verschiedener US-Bundesbehörden produziert hat. Eine Grafik im letzten Kapitel zeigt, was dies potenziell bedeutet: Die jährlichen wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel könnten bis 2090 bei 700 Milliarden Dollar liegen, sollten die Nationen des Planeten keine praktikablen Änderungen vornehmen, um die Gefahren zu adressieren.

Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen seit 1880 im Zeitraffer. 2017 war das zweitwärmste jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. (Quelle: NASA Climate Change)

Pro Jahr könnten die Kosten durch frühzeitige Todesfälle aufgrund hoher Temperaturen allein in den USA 141 Milliarden Dollar betragen – angenommen, es bleibt bei einem hohen Klimagasausstoß. Obwohl diese Gefahren bislang kaum wahrgenommen werden, sterben pro Jahr jetzt schon mehr Menschen in den Vereinigten Staaten durch Hitzewellen als durch Stürme, Tornados und Erdbeben zusammen. Hohe Temperaturen können zu hitzebedingten Erschöpfungszuständen und Hitzschlag führen. All dies birgt eine Todesgefahr – insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und schwangeren Frauen.

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Pro Jahr könnten extreme Temperaturen dazu führen, dass es 9000 zusätzliche vorzeitige Todesfälle gibt, berechnet für 49 große US-Städte bis zum Jahr 2100. Von Heute auf Morgen steigt die Todesrate also nicht. Im Rahmen des NCA wurde auch schon auf allgemeine wirtschaftliche Produktivitätsausfälle durch den Klimawandel aufmerksam gemacht. Auch hier soll es um Milliarden gehen.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)

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