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Hochempfindlicher Test gegen Prostatakrebs

Quanterix [1], ein Diagnostik-Start-up aus dem amerikanischen Cambridge, hat eine hochempfindliche neue Technik entwickelt, mit der sich einzelne mit Krebs in Verbindung stehende Moleküle im Blut nachweisen lassen. Mit dem Verfahren ist es möglich, das erneute Auftreten von Prostatakrebs deutlich besser zu prognostizieren als bislang, berichtet [2] Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Die neue Erkennungstechnik ermittelt die Anzahl von prostataspezifischen Antigen-Molekülen (PSA), die Zellen der Vorsteherdrüse ins Blut abgeben. Bei Krebspatienten, deren Prostata entfernt wurde, fällt das PSA-Niveau sechs Wochen nach dem Eingriff so stark ab, dass es mit aktuellen Methoden nicht mehr detektiert werden kann. Eine mit der Zeit zunehmende PSA-Konzentration ist ein Zeichen dafür, dass der Tumor zurückgekehrt ist.

Mit der neuen Methode werden PSA-Moleküle auf Nanokügelchen eingefangen und dann einzeln in einem Array aus kleinen Kammern isoliert. Ein fluoreszierendes Enzym schlägt an, sobald es sich an PSA bindet, was wiederum Rückschlüsse auf die Anzahl der PSA-Moleküle in der Probe zulässt.

In einer Studie unter 30 Männern, deren Prostata entfernt worden war, ergab sich nun, dass der Test bis zu 1700 Mal empfindlicher arbeitet als ältere PSA-Erkennungsmethoden, die derzeit in klinischen Labors verwendet werden. So entdeckten die kommerziellen Tests keinerlei PSA in den Proben, während Quanterix geringe Mengen in allen 30 feststellte.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

(bsc [4])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1016268

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.quanterix.com/index.html
[2] https://www.heise.de/tr/artikel/Detailgenaue-Tumornachsorge-1016248.html
[3] https://www.heise.de/tr/artikel/Detailgenaue-Tumornachsorge-1016248.html
[4] mailto:bsc@heise.de