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Hochempfindliches Multitouch-Display mit IR-Sensoren

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Das 40-zöllige Samsung-LCD mit Infrarot-Touch erkennt die Annäherungs- beziehungsweise Berührungspunkte sowohl in heller als auch in dunkler Umgebung. Das Display detektiert mehrere Eingabepunkte zugleich, ist also Multitouch-fähig, hat 1920 × 1080 Pixel und ebenso viele Sensoren. Da die Sensoren 60-mal pro Sekunde ausgewertet werden, werden auch sehr schnelle Wischbewegungen erkannt. Microsoft nutzt in der Oberfläche seines Surface-Tisches ebenfalls IR-Sensoren zur Erkennung.

Unten Samsungs 40"-Touch-LCD, oben die Auswertung des IR-Signals

Samsung hat die Farbfilter hinter die LC-Schicht verlegt und die IR-Sensoren vor dem Flüssigkristall aufgebracht. Vorteil des IR-Touch: Die Erkennung ist sehr empfindlich und die bloße Annäherung an die Schirmoberfläche genügt zur Erkennung. Theoretisch könnte man so auch die Entfernung zur Displayoberfläche auswerten und damit quasi einen drucksensitiven Sensor (ohne Druck) simulieren.

Die Frage ist, ob sich Samsungs IR-Touch-LCDs halbwegs günstig fertigen lassen. Wenn ja, könnten sie den Touch-Markt umkrempeln, da sie schneller und zuverlässiger viele Eingabepunkte auch ohne direkte Berührung erkennen. Anders als herkömmliche LCD mit projiziert kapazitivem Touch benötigen die IR-Touch-Displays zudem keine zusätzliche Scheibe vor dem bildgebenden Display, weshalb störende Reflexionen des Umgebungslichts deutlich geringer ausfallen. Die Integration der Touch-Schicht aus dem Deckglas weg ins LCD hat Samsung auch beim OLED-Display des Nexus S realisiert – und für diese Technik den Silver Award der SID bekommen. (uk)

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