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Höchststrafe: Spanische Datenschützer bitten Facebook und WhatsApp zur Kasse

Vor anderthalb Jahren hatten Facebook den Zugriff auf Nutzerdaten des Messengers WhatsApp angekündigt. Seitdem protestieren Datenschützer gegen die Datenweitergabe. In Spanien wurde nun die mögliche Höchststrafe verhängt.

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Whatsapp

Bei Telefonieren via WhatsApp laufen die Gespräche über das Internet auf den Servern der Facebook-Gruppe.

(Bild: dpa, Patrick Pleul/Archiv)

Wegen Verletzung der Datenschutzbestimmungen müssen Facebook und WhatsApp in Spanien jeweils eine Geldstrafe in Höhe von 300.000 Euro zahlen. Facebook und WhatsApp hätten Informationen der Nutzer ohne die vom Gesetz vorgeschriebene ausdrückliche Einwilligung der Betroffenen benutzt und ausgetauscht, teilte die spanische Datenschutz-Behörde AEPD am Donnerstag mit. Nach der Übernahme durch Facebook im Jahr 2014 habe der Messaging-Dienst WhatsApp Daten von Nutzern in unzulässiger Form an das weltgrößte soziale Netzwerk weitergegeben, hieß es.

Facebook habe diese Daten dann "für eigene Zwecke" verwendet und dadurch ebenfalls das Gesetz gebrochen. Man habe zwei schwere Verletzungen des spanischen Datenschutzgesetzes festgestellt und dafür die vorgesehenen Höchststrafen verhängt, hieß es. Der 2016 angekündigte Datenaustausch wird in mehreren Ländern kritisiert – darunter auch Deutschland. Zuletzt hatten Frankreichs Datenschutzaufsicht das Vorgehen als rechtswidrig eingestuft. (mho)

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