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Höhere Auflösung für Digitalprojektoren

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HP präsentiert einen neuen Weg, die Auflösung digitaler Projektoren zu vergrößern. Dabei werden die vorhandenen Bildpunkte des Projektionspanels versetzt auf die Leinwand projiziert und so die Zwischenräume zwischen den Pixeln gefüllt. Die von HP mit dem seltsam anmutenden Begriff "Wobulation" bezeichnete Technik (engl. to wobble = wackeln) nutzt ein optisches Element -- vermutlich ähnlich den Bildstabilisatoren in Kameraobjektiven --, um das Bild in kurzen Zeitabständen zu versetzen, wodurch eine Verdopplung der Auflösung erreicht werden soll.

Da die Bildpunkte sich aber auf Grund ihrer fixen Größe überlagern, mag man mit Fug und Recht bezweifeln, ob tatsächlich von einer verdoppelten Auflösung gesprochen werden kann. Zudem leiden DLP-Projektoren schon jetzt unter dem Regenbogeneffekt (hervorgerufen durch die Tatsache, dass Farben nacheinander und nicht gleichzeitig dargestellt werden) oder dem Flirren in dunklen Bildteilen aufgrund des Ditherings. Die Bildqualität wird sich durch Wobulation aber vermutlich verbessern, da schräge Kanten und Konturen weicher dargestellt werden. Erste Produkte mit Wobulation-Technik sollen 2005 auf den Markt kommen. (rij)