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Hoffnung auf 5G: Nokia steckt noch immer in den roten Zahlen

Netzwerkspezialist Nokia kann seine Verluste eindämmen, die Analysten aber damit nicht zufriedenstellen. Die Finnen setzen jetzt auf den nächsten Netzstandard 5G, der noch im laufenden Jahr für eine Belebung der Geschäfte sorgen soll.

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Nokia

(Bild: dpa, Stefan Puchner)

Der Netzwerkausrüster Nokia hat nach wie vor mit sinkenden Umsätzen und Erträgen zu kämpfen. Im ersten Quartal fielen die Erlöse im Jahresvergleich um neun Prozent auf 4,93 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag im finnischen Espoo mitteilte. Analysten hatten zwar mit einem weiteren Rückgang gerechnet, nicht aber in diesem Ausmaß. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn sank zudem um ein Drittel auf 239 Millionen Euro. Unterm Strich fiel der Verlust mit 188 Millionen Euro immerhin deutlich geringer aus als ein Jahr zuvor mit 488 Millionen Euro.

Trotz des “herausfordernden“ Jahresauftakts halten die Finnen an ihrer Prognose für 2018 fest. So will das Unternehmen auch weiterhin 1,2 Milliarden Euro an Kosten einsparen. Nokia erhofft sich von der neuen Netzgeneration 5G vor allem in der zweiten Jahreshälfte einen starken Wachstumsschub. Gerade im US-Markt sei mittlerweile eine steigende Nachfrage zu verzeichnen - bereits Ende des Jahres soll der neue Standard dort kommerziell genutzt werden. 2019 sollen dann auch andere Teile der Welt folgen.

Nokia hatte seine Handy-Sparte vor vier Jahren an Microsoft verkauft und sich auf das Geschäft als Netzwerk-Ausrüster konzentriert. Inzwischen werden wieder Smartphones unter der Marke Nokia von HMD Global gebaut. Auch den digitalen Kartendienst Here hatte Nokia abgestoßen, hier haben die deutschen Autobauer Daimler, BMW und Audi zugeschlagen. Zuletzt haben die Finnen auch ihre Gesundheitssparte Nokia Health, in der der 2016 übernommene Wearable-Hersteller Withings aufgegangen ist, auf den Prüfstand gestellt. (vbr)

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