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Hoher Wasserverbrauch beim Sprit vom Acker

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Schon länger stehen die einst hochgelobten sogenannten Biokraftstoffe in der Kritik. Galten sie anfangs als grüne Lösung für die weltweite Autoflotte, entpuppen sie sich zunehmend als wenig nachhaltig, weil der Anbau der Energiepflanzen meist mit dem von Nahrungspflanzen konkurriert. Nun haben Forscher der Universität Minnesota ein weiteres Problem näher untersucht: den Wasserbedarf von Mais, um daraus Bioethanol zu machen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Ergebnis: Er ist deutlich höher als bislang angenommen.

Frühere Studien schätzten, dass in den USA, dem größten Produzenten von Maisethanol, für die Herstellung von einem Liter des Kraftstoffs zwischen 263 und 784 Liter Wasser nötig sind. Weit gefehlt: Laut der Studie aus Minnesota werden, je nach Anbaubedingungen in verschiedenen Bundesstaaten, bis zu 2.138 Liter Wasser verbraucht.

Das ist keine gute Nachricht für einen Kraftstoff, der auch durch Umweltprobleme wie Bodenerosion, Überdüngung oder den hohen Einsatz von Pestiziden und Herbiziden beim Maisanbau ins Gerede gekommen ist. Die neue Studie, die im Journal "Environmental Science and Technology" erschienen ist, zeigt auch: Während sich zwischen 2005 und 2008 die US-Gesamtproduktion von Mais-basiertem Ethanol verdoppelt hat, hat sich der damit verbundene Wasserverbrauch verdreifacht.

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(bsc)