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Technology Review

Holografischer Speicher mit 500 GByte Kapazität

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Der Forschungszweig des amerikanischen Mischkonzerns General Electric (GE) hat holografischen Speicher entwickelt, der auf einer Scheibe in der Größe einer DVD bis zu 500 GByte Daten speichern soll. Im Unterschied zu herkömmlichen optischen Datenträgern wie Blu-ray Discs und DVD liegen die Informationen nicht nur in einer Schicht, sondern dreidimensional im Material verteilt.

Zum Beschreiben des holografischen Speichers verwendet GE einen Laser mit 405 nm Wellenlänge, wie er auch bei Blu-ray Discs verwendet wird.

(Bild: General Electric)

Die Forscher von GE verwendeten bei ihrer holografischen Scheibe vermutlich ein ähnliches Verfahren wie bei dem vor zehn Jahren vorgestellten, aber nie marktreif gewordenen Tesa-ROM. Beim Schreibvorgang belichtet ein fokussierter Laserstrahl den Klebefilm und ändert den Brechungsindex des verwendeten Propylens an dieser Stelle. Zum Auslesen detektieren lichtempfindliche Halbleiter die Brechungsindexänderung. Nach sechsjähriger Forschung gelang es General Electric, holografische Speicherpunkte mit einer Größe von etwa einem Mikrometer sowie einem Reflexionsgrad von einem Prozent herzustellen.

Kommerzielle Produkte mit dieser Technik will der Konzern zunächst für Archivierungszwecke entwickeln. In Zukunft sollen dann auch holografische Datenspeicher für jedermann folgen, die 3D-Videos oder ganze Filmsammlungen in HD-Qualität auf einem Medium unterbringen. (Christian Hirsch) / (chh)

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