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Holtzbrinck startet "MeinVZ"

Das Online-Netzwerk StudiVZ will nach der Erweiterung SchülerVZ mit einem neuen Angebot weiter wachsen. Am morgigen Donnerstag starten die Berliner die Plattform MeinVZ.net. Das dritte soziale Netzwerk der Holtzbrinck-Tochter richtet sich an Teilnehmer, die nicht oder nicht mehr studieren. Damit solle die größte Internet-Gemeinde in Deutschland mit derzeit insgesamt acht Millionen Mitgliedern weiter wachsen, sagte Firmenchef Marcus Riecke am heutigen Mittwoch in Berlin.

Die Nutzer hätten bei MeinVZ die "volle Kontrolle" über ihre Privatsphäre, sagte der operative Leiter Michael Brehm bei einer Präsentation in Berlin. Jeder könne auswählen, welche Daten er von sich preisgeben wolle und welche nicht. Persönliche Daten werde das Unternehmen nur dann für nutzerbezogene Werbung verwenden, wenn dem zugestimmt werde. StudiVZ war im Dezember nach einer Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingung zugunsten zielgerichteter Werbung massiv in die Kritik geraten. Versuche, persönliche Daten zur effektiveren Platzierung von Werbung zu nutzen, sind auch bei anderen Plattformen schon zum Bumerang geraten. Auch Verbraucherschützer haben ein Auge auf das Portal geworfen.

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Nutzer von StudiVZ können auf Wunsch in das neue Netzwerk wechseln und ihre Kontakte behalten. Das Angebot wird auf der bereits angekündigten neuen technischen Plattform realisiert, die zum Beispiel die Einführung neuer Funktionen erleichtern soll. Parallel wird es MeinVZ auch in einer englischen Version geben. Bis Ende des Jahres will Riecke eine "hohe siebenstellige" Nutzerzahl auf MeinVZ versammelt haben, sagte er gegenüber der FAZ. Er könne sich auch vorstellen, das MeinVZ und SchülerVZ größer werden als das Studentenportal.

StudiVZ wurde 2005 von Studenten als Klon des US-Angebots Facebook gegründet und Anfang 2007 vom Holtzbrinck-Verlag übernommmen. (vbr/c't) / (Volker Briegleb) / (jo)

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