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Hot Chips: ARM-Prozessor mit 64 Kernen

Mit dem X-Gene 3 will Applied Micro die Kernzahl bei ARM-Servern massiv steigern und bei der Fertigungstechnik aufholen.

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Mit der dritten X-Gene-generation kommen nicht nur sehr viel mehr Kerne, sondern auch moderne Fertigungstechniken zum Einsatz,

Während Nvidia im Rahmen des Projekt Denver noch immer an ihrem 64-bittigen Dual-Core-Arm-Chip Tegra K1-64 arbeitet, hat Applied Micro bereits seit Mitte 2013 den Achtkerner X-Gene (Storm) fertig. Noch dieses Jahr soll X-Gene2 alias Shadowcat mit 8 bis 16 Kernen und 2,8 GHz Taktfrequenz in ARM-Servern debütieren – etwa in einem X-Gene2 High Density Rack. Das bringt auf 42 Höheneinheiten 50 TByte RAM und 6480 Kerne unter. Wie viele Kerne auf einem Prozessor und wieviele davon auf einem Board sitzen verriet Applied Micro hingegen nicht.

Bis zu 64 ARMv8-Kerne will Applied Micro auf dem X-Gene3 unterbringen und mit 3 GHz takten.

Bereits im kommenden Jahr will Applied Micro erste Muster von X-Gene3 (Skylark) mit bis zu 64 Kerne und 3 GHz Taktfrequenz an Server-Hersteller liefern. Wie bei den Vorgängern hält Applied Micro am grundsätzlichen Aufbau fest: Je zwei 64-Bit-Kerne teilen sich einen L2-Cache. In kohärentes On-Chip-Netzwerk verbindet diese "Processor Modules" mit dem L3-Cache, den Speicher-Controllern und den beiden 10-Gigabit-Ethernet-Ports. Ebenfalls mit auf dem System-on-Chip (SoC) sitzen Controller für PCIe 3.0 und SATA 6G.

Außer einigen Architekturverbesserungen erfährt X-Gene3 vor allem eine Strukturverkleinerung von 28 auf 16 nm. Außerdem kommen FinFET-Transistoren zum Einsatz. (bbe)