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Hot-Chips: Effizienz statt Taktfrequenz bei AMD

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Steamroller hat nur noch eine MMX-Einheit pro Modul.

Am Rande seiner Keynote über die kommende Ära des Surround Computing – in der "Computing" noch stärker mit unserem Alltagsleben verschmelzen soll, erklärte Mark Papermaster, CTO von AMD, das Rennen um blanke CPU-Geschwindigkeit für beendet. Das gelte auch für die Steamroller-Architektur, die in die Fußstapfen von Piledriver und Bulldozer tritt. Daher versprach er keine großen Performance-Gewinne, sondern primär Verbesserungen bei der Rechenleistung pro Watt. So sei es gelungen, gegenüber Piledriver alleine die Anzahl der falschen Sprungvorhersagen um 30 Prozent zu senken. Zusammen mit einigen anderen Maßnahmen soll so die Anzahl der Instruktionen pro Taktzyklus um 30 Prozent steigen. Von absoluten Taktfrequenzen ist noch nicht die Rede.

An der Sprungvorhersage hat AMD kräftig gefeilt.

Auffällig ist auch, dass Steamroller eine MMX-Einheit weniger hat als Piledriver. Laut Papermaster war sie ohnehin selten ausgelastet und im Zweifelsfall soll nun eine der FMAC-Einheiten aushelfen. Das spart 25 Prozent Fläche in der Gleitkommaeinheit. Neu ist eine Technik, um Teile des L2-Caches dynamisch schlafen zu legen.

Ein synthetisierbares Design soll AMD den Wechsel des Auftragsfertigers erleichtern.

Beim Layout von Steamroller geht AMD neue Wege: Weg vom alten Ansatz eines handoptimierten Chips hin zu einem mit Standard-Bibliotheken synthetisierbaren Design. Das soll in erster Linie den Wechsel des Auftragsfertigers erleichtern, reduziert laut Papermaster aber auch Fläche und Leistungsaufnahme um 30 Prozent. Ob dafür jedoch die Taktfrequenz sinken muss, sagte er nicht. Auf den Markt kommen soll Steamroller im kommenden Jahr. (bbe)