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Huawei-Konflikt: China kündigt eigene "schwarze Liste" an

Nachdem die US-Regierung Huawei auf eine "schwarze Liste" gesetzt hat, will China mit einer ähnlichen Liste nachlegen. Was das bedeutet, ist noch unklar.

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(Bild: Etereuti)

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Offenbar als Reaktion auf das Vorgehen der US-Regierung gegen Huawei hat die chinesische Regierung nun eine eigene schwarze Liste für ausländische Unternehmen angekündigt. Das Handelsministerium will darauf Konzerne eintragen, "die sich nicht an die Marktregeln halten, den Geist von Verträgen verletzen, chinesische Unternehmen mit anderen als wirtschaftlichen Motiven von Nachschub abschneiden und die legitimen Interessen chinesischer ernsthaft beschädigen". Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, ohne zu erläutern, welche Firmen es treffen könnte und was das für sie bedeuten würde.

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Die Ankündigung deutet auf eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China hin, der mit den Maßnahmen der US-Regierung gegen Huawei jüngst eine neue Stufe erreicht hatte. US-Präsident Donald Trump hatte den Konzern Mitte Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Daraufhin hatten neben Google eine ganze Reihe von US-amerikanischen aber auch anderen Unternehmen ihre Kontakte zu Huawei beendet oder zumindest deutlich heruntergefahren. Peking plant nun offenbar ähnliches.

Derweil erhebt das Reich der Mitte ab dem Wochenende neue Zölle auf Einfuhren aus den USA in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar, weil die US-Regierung vorher ihrerseits neue Strafzölle eingeführt hatte. Ein Ende des Konflikts zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften ist derweil nicht in Sicht, obwohl er sich immer stärker auch auf die Weltwirtschaft auswirkt. Derzeit gibt es nicht einmal Verhandlungen, um den Streit beizulegen. Peking hatte zuletzt damit gedroht, die Verfügbarkeit der sogenannten Seltenen Erden einzuschränken, die für die Produktion vieler High-Tech-Produkte nötig sind. (mho)