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Huawei-Mitarbeiter in Polen wegen Spionageverdachts festgenommen

Ein Huawei-Mitarbeiter sowie ein polnischer Security-Experten sollen Spionage zum Nachteil Polens betrieben haben.

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Huawei-Mitarbeiter in Polen wegen Spionageverdachts festgenommen

(Bild: dpa / Robert Schlesinger)

In Polen ist ein chinesischer Huawei-Mitarbeiter festgenommen worden. Ihm sowie einem polnischen Cybersicherheitsexperten, früher hochrangiger Mitarbeiter des polnischen Geheimdienstes, werden Spionage zum Nachteil Polens vorgeworfen, berichtet die staatliche polnische Nachrichtenagentur PAP. Ihnen drohe eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Es seien Wohnungen und auch örtliche Huawei-Büros durchsucht worden, heißt es weiter. Auch Geschäftsräume des führenden polnischen Telecom-Unternehmens Orange Polska seien vom polnischen Inlandsgeheimdienst durchsucht worden. Dabei seien Materialien des polnischen Verdächtigen sichergestellt worden, der für Orange gearbeitet habe.

Westliche Länder unterstellen Huawei schon länger Verbindungen zur Regierung in Peking. Netzwerktechnik und Handys könnten eine Hintertür enthalten, um an staatliche oder Firmengeheimnisse zu gelangen. Huawei weist die Vorwürfe zurück; das Unternehmen beteuert, sich an alle Gesetze des jeweiligen Landes zu halten, in dem es tätig ist. (anw)