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Huawei: Neues Nova 5T kommt mit Google-Diensten nach Deutschland

Huawei verkauft trotz Google-Blockade das neue Nova 5T mit Google-Diensten. Zu einer möglichen Erklärung führt der Vergleich mit dem Honor 20.

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(Bild: Huawei)

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Eigentlich darf Huawei keine Handys mit Google-Diensten mehr veröffentlichen – und doch hat das chinesische Unternehmen nun das Nova 5T mit Google Services angekündigt. Das neue Huawei-Handy kommt auch in Deutschland komplett mit vorinstallierten Google-Apps auf den Markt, hat Huawei heise online bestätigt.

Das Nova 5T habe die Genehmigung für die Google-Dienste schon bekommen, bevor Huawei im Rahmen des Handelsstreits im Mai von der US-Regierung auf die schwarze Liste gesetzt wurde, sagte Huawei heise online. Äußerlich und innerlich ist das Nova 5T eine exakte Kopie des Honor 20, das die Huawei-Tochter Honor im Sommer mit den Google-Diensten in den Handel brachte. Zu den näheren Hintergründen – zum Beispiel darüber, ob die Lizenz für das 5T separat angefordert werden musste – machte Huawei keine Angaben.

Die Hardware des Nova 5T ist von der Ausstattung des Honor 20 nicht zu unterscheiden: Das Display ist 6,2 6 Zoll groß und zeigt eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln. Huawei setzt auch beim 5T auf den Kirin 980 und 6 GByte Arbeitsspeicher. An der Rückseite sitzt eine 48-MP-Kamera, die von 16-MP-Weitwinkel-, 2-MP-Makro- und 2-MP-Bokehkameras ergänzt wird. Das Nova 5T läuft zum Verkaufsstart am 29. Oktober mit Android 9. Es soll 430 Euro kosten – der Preis dürfte sich aber dem offenbar identischen Honor 20 anpassen.

Im Rahmen des Handelsstreits zwischen den USA und China wurden Huawei die Google-Lizenzen entzogen. Bis zum August auf den Markt gebrachte Huawei-Geräte dürfen noch mit vollwertigen Google-Diensten laufen. Danach veröffentlichte Handys bekommen keinen Zugriff auf Google-Dienste. Das erste davon betroffene Gerät ist das Huawei Mate 30, das keine Google-Dienste nutzen darf und bisher nicht in Deutschland erhältlich ist.

Fehlende Google-Dienste bedeuten in erster Linie, dass beliebte Google-Apps wie Maps, Mail oder der Play Store nicht auf dem Handy installiert sind. Doch die Einschränkungen greifen noch tiefer: Gängige Android-Handys wickeln zum Beispiel auch Push-Benachrichtigungen über die Play-Dienste ab. Damit Push-Nachrichten alternativ über die Huawei Mobile Services ausgespielt werden können, müssen Entwickler ihre Apps anpassen.