Huawei schickt 2 TBit/s durch den Vodafone-Backbone

In einem Feldversuch knackten Huawei und Vodafone die Marke von 2 Terabit/s über eine Entfernung von 3325 Kilometer im deutschen Backbone-Netz des Providers.

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Der chinesische Netzwerktechnik-Konzern Huawei und der Internet-Provider Vodafone haben in einem Feldversuch über eine Entfernung von 3325 Kilometer 2 Terabit pro Sekunde auf einer Ringstrecke in Mittel- und Süddeutschland über das vorhandene Backbone-Netz des Providers übertragen können. Das geht aus einer Mitteilung des Netzwerkausrüsters hervor.

Eingesetzt wurden dabei G.652-Glasfaserkabel sowie optische Verstärker (Erbium Doped Fiber Amplifier), die das Phasenrauschen während der Datenübertragung reduzieren und so die Signalqualität steigern. Die erste Testreihe lief über 1500 Kilometer mit PDM-16QAM (Polarization Division Multiplex, 16-Quadrature Amplitude Modulation). Dann wechselten Huawei und Vodafone zu Nyquist-optimierter PDM-QPSK (Polarization Division Multiplex, Quadrature Phase-Shift Keying) und konnten so die Reichweite auf 3325 Kilometer steigern. Hintergründe zu dieser Art der Datenübertragung finden sich etwa in der Präsentation Information Theory and Digital Signal Processing in Optical Communications.

Dieser Feldversuch hat laut Huawei einen neuen Geschwindigkeitsrekord bei der Übertragung in Glasfasernetzen gesetzt. Jedoch vermeldeten bereits Anfang 2012 die Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) , dass sie im Telekom-Backbone-Netz mittels Technik von Alcatel Lucent auf einer Strecke von 734 Kilometern 19,2 Terabit/s netto über ein Glasfaserkabel übertragen konnten. (rek)