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Hubble: Gigapixel-Panorama der Andromeda-Galaxie

Aus Hunderten Hubble-Fotos haben Forscher das detaillierteste Panorama unserer Nachbargalaxie Andromeda zusammengesetzt. Zum anstehenden runden Geburtstag des Weltraumteleskops gibt es außerdem ein Update einer weltbekannten Aufnahme.

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Ein Ausschnitt des Panoramas.

(Bild: NASA, ESA, J. Dalcanton, B.F. Williams, and L.C. Johnson (University of Washington), the PHAT team, and R. Gendler)

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Die NASA und die ESA haben die bislang detaillierteste Aufnahme unserer 2 Millionen Lichtjahre entfernten Nachbargalaxie Andromeda (M31) veröffentlicht. Es zeigt mehr als 100 Millionen einzelne Sterne in einem Ausschnitt, der mehr als 40.000 Lichtjahre breit ist, schreibt die europäische Weltraumagentur. Insgesamt ist das Bild demnach 1,5 Gigapixel groß und kann auf einer eigens eingerichteten Seite in seinen ganzen Ausmaßen durchforstet werden, vergleichsweise große Dateien stehen auch zum Download. Das Originalbild selbst ist 4,3 Gigabyte groß und kann auch bei heise online heruntergeladen werden (PSB-Format, das nur von Photoshop unterstützt wird). Insgesamt machte das Weltraumteleskop 411 Einzelaufnahmen, die dann zu diesem Mosaik zusammengesetzt wurden.

Das Bild, das die Weltraumagenturen auf der 225. Jahrestagung der American Astronomical Society in Seattle vorstellten, ist das Ergebnis des Programms Panchromatic Hubble Andromeda Treasury (PHAT). Mit zwei Kameras wurden dazu Aufnahmen im sichtbaren, fast-ultravioletten und fast-infraroten Spektrum aufgenommen. Daraus wurde dann das Panorama erstellt, das die Galaxie im natürlichen sichtbaren Licht zeigt. Die großen Gruppen blauer Sterne darauf zeigen Sternenhaufen und Regionen, in denen Sterne entstehen. Dunkle Silhouetten bestehen demnach aus komplexen Staubstrukturen. Die roten Sterne, die den eigentlichen Hintergrund bilden zeigen die Milliarden Jahre umfassende Entwicklung der Spiralgalaxie.

Andromeda-Panorama (8 Bilder)

Das Panorama beginnt im Zentrum der Spiralgalaxie...
(Bild: NASA, ESA, J. Dalcanton, B.F. Williams, and L.C. Johnson (University of Washington), the PHAT team, and R. Gendler)

Zusätzlich zu diesem neuen Highlight des inzwischen seit fast einem Vierteljahrhundert arbeitenden Weltraumteleskops haben die Wissenschaftler auch eine seiner bislang bekanntesten Aufnahmen aktualisiert. Im Jahr 1995 hatte das Teleskop jenes Bild eines Teils des Adlernebels aufgenommen, das als "Säulen der Schöpfung" Weltruhm erlangte. Anlässlich des bevorstehenden runden Geburtstags im All haben die Wissenschaftler nun eine neue Aufnahme erstellt, die mehr Details und die Umgebung der Formation zeigt. Zu sehen sind für sie auch Veränderungen, etwa eine Struktur, die von einem jungen Stern ausgestoßen worden sein könnte und inzwischen fast 100 Milliarden Kilometer länger ist.

Die beiden Aufnahmen der "Säulen der Schöpfung" im Adlernebel

(Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team (STScI/AURA)/J. Hester, P. Scowen (Arizona State U.))

(mho)