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"Hubble": Mini-Mond am Neptun entdeckt

Mark Showalter vom Seti-Institut (Search for Extra-Terrestial Intelligence) hat mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble am Planeten Neptun einen 14. Mond entdeckt. Bei geschätzten 16 bis 20 Kilometern Durchmesser ist dieser Mini-Trabant sogar der vorbeifliegenden Raumsonde Voyager 2 im Jahr 1989 entgangen. Der kleinste bislang bekannte Begleiter des gigantisch blauen Gasplaneten Neptun wurde noch auf keinen Namen getauft. Er wird von der US-Raumfahrtbehörde Nasa als S/2004 N 1 bezeichnet.

Der kleine Mond S/2004 N 1 auf seiner Umlaufbahn um den Neptun

(Bild: NASA)

Showalter hatte laut NASA-Mitteilung den Mini-Mond erspäht, als er das Ringsystem des äußersten Planeten unseres Sonnensystems mit Hubble untersuchte. Wie Saturn besitzt auch Neptun Ringe, die jedoch viel kleiner und unauffälliger sind. Insgesamt verarbeitete Showalter 150 Archivaufnahmen von Hubble die zwischen 2004 und 2009 gemacht wurden und bemerkte, dass im Ringsystem von Neptun ein schwacher Lichtfleck schimmerte. Dieser Fleck, nach Nasa-Angaben rund 100 Millionen mal schwächer als der schwächste mit bloßem Auge erkennbare Stern, entpuppte sich als winziger Trabant.

Dieser liegt zwischen den Bahnen der Monde Larissa und Proteus und umkreist laut Berechnungen den blauen Planeten alle 23 Stunden bei einer Entfernung von rund 100.000 Kilometern. Mit nun seinen 14 Gestirnen belegt Neptun in unserem Sonnensystem einen mittleren Platz. Der Planet mit den meisten Trabanten ist der Gasriese Jupiter. Bei ihm haben Astronomen bislang mindestens 67 Monde entdeckt. Saturn besitzt mindestens 62 Trabanten und Uranus mindestens 27. (Mit Material von dpa) / (Manuel Nitschke) / (axk)

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