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Hubert Burda outet sich als Napster-gläubig

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Was passiert mit den Dot.coms?, ist eine der Fragen, die sich Hubert Burda momentan häufig stellt. Viele Blütenträume rund um den E-Commerce habe es gegeben, sagte der Verleger von Magazinen wie der "Bunten" oder dem "Focus" auf dem Internationalen Pressekolloquium der Deutschen Telekom – und sparte sich selbst nicht davon aus: "Wir hatten sie alle." Überleben werden seiner Meinung nach allerdings nur Webangebote, die bereits frühzeitig eine Community aufgebaut haben. Alle anderen würden in der großen Masse von Millionen Websites untergehen.

Als Erfolgsmodell sieht Burda in diesem Sinne vor allem die umstrittene Musikplattform Napster. Um diese würden sich zwar Diskussionen wie zwischen Katholiken und Protestanten ranken, doch Burda stammt eben aus dem katholisch geprägten Süden und tippt daher auf Sieg für die Bertelsmänner, die nach dem Einstieg bei der Site im Sommer ihr neues Bezahlmodell vorstellen wollen: "Wenn Napster die Musik nimmt und vom Community-Gedanken neue Services dazugibt, könnte es den Erfolg von AOL wiederholen", glaubt der Verleger. (Stefan Krempl) / (jk)