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"Humanistische Antwort auf das Silicon Valley“

Rafael Laguna de la Vera, Gründungsdirektor der "Agentur für Sprunginnovationen“, über die Unterschiede zwischen amerikanischen und europäischen Disruptionen.

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(Bild: Open-XChange)

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"Disruptionen“ oder "Sprunginnovationen“ sollen ganze Branchen auf den Kopf stellen. Die Bundesregierung will solche Durchbrüche nun systematisch mit einer neuen "Agentur für Sprunginnovationen“ fördern. Wie das geschehen soll, verrät Gründungsdirektor Rafael Laguna de la Vera in der aktuellen November-Ausgabe des Magazins Technology Review (jetzt am Kiosk).

TR 11/2019

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Laguna ist tief in der Open-Source-Szene verwurzelt. 2005 war er an der Gründung der Open-Xchange AG beteiligt und übernahm 2008 deren Leitung. Das Unternehmen bietet Open-Source-Software und Software-as-a-Service an.

Auf die Frage, ob sein Open-Source-Hintergrund bei der Berufung eine Rolle gespielt habe, antwortet er: "Ich denke, ja. Wir müssen unseren deutschen beziehungsweise europäischen Weg der Innovationen finden.“ Diesen sieht er in einer "Antithese zur Silicon-Valley- oder zur China-Version des Internets“. Laguna: "Open Source ist der europäisch-humanistische Weg der Digitalisierung. Denn wenn Sie wirkliche Souveränität wollen, müssen Sie die Wahl haben zwischen mehreren Anbietern, ihre Daten mitnehmen können und Anbieter haben, denen Sie vertrauen können, weil sie quelloffene Software einsetzen.“

Disruptive Innovationen amerikanischer Prägung sollen laut Laguna nicht uneingeschränkt als Vorbild dienen: "Es gibt viele Beispiele, die sich nicht ganz im Rahmen bestehender Gesetze bewegen. Diese turbokapitalistischen Silicon-Valley-Systeme wollen ja auch den Staat gleich mit ersetzen“, sagt Laguna im TR-Interview. "Unsere europäisch-humanistische Antwort darauf sollte sein: Aber bitte schön noch im System. In diesem Kontext kann man aber ganz doll sprunginnovieren – zum Beispiel die turbokapitalistischen Plattform-Geschäftsmodelle, die auf Monopolisierung ausgerichtet sind. Lasst uns doch mal die disruptieren und den Wohlstand aus den Monopolen umverteilen, das wäre doch viel cooler.“

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der neuen November-Ausgabe der Technology Review (jetzt im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich).


(grh)