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Hybrid-CrossFire: Chipsatzgrafik unterstützt Grafikkarte bei 3D-Spielen [Update]

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AMD erweitert seine CrossFire-Technik zur Kopplung zweier Grafikkarten auch auf den im Mainboard-Chipsatz integrierten Grafikkern, um bei 3D-Spielen dessen Rechenleistung mit der Grafikkarte zu kombinieren. Dieses Verfahren soll erstmals bei Systemen mit dem kommenden RS780-Chipsatz und Grafikkarten mit dem Radeon HD 34x0 möglich sein und ist für das erste Quartal dieses Jahres angekündigt. Wie bei Konkurrent Nvidia ist dieses Verfahren auf Windows Vista beschränkt und unter Windows XP nicht verfügbar, da man den Bedarf für diese Funktion nicht im Nachrüstgeschäft, sondern eher bei Komplettsystemen sieht und man den Aufwand für den Support zweier Betriebssysteme scheut.

Mit Hybrid-CrossFire verdoppelt sich die Leistung des integrierten Chipsatzes etwa auf das Niveau der oberen Einstiegsklasse. Die beiden GPUs berechnen dabei abwechselnd je ein Bild im AFR-Modus (Alternate Frame Rendering). AMD argumentiert, dass man so die Leistung einer 100 Euro-Grafikkarte durch Zustecken einer 50-Euro-Grafikkarte erhält. In anspruchsvollen Spielen wie Call of Duty 4 reicht diese für die 1024er-Auflösung bei stark reduzierten Effekten für Raten zwischen 30 und 70 Bildern/s. Hybrid-CrossFire eignet sich nicht für schnellere Grafikkarten der Mittelklasse oder höher, da diese durch die Chipsatzgrafik eher ausgebremst würden.

[Update]:Wie bei Hybrid-SLI kann man auch bei Hybrid-CrossFire den Monitor wahlweise an die integrierte Grafik oder an die Grafikkarte anschließen. Damit legt der Anwender fest, welche Grafikhardware das System als primären "Adapter" festlegt. Bei Anschluss an die integrierte Grafik ist die Grafikkarte bei Office-Anwendungen (2D) ohne Funktion. Der Treiber könnte sie theoretisch ganz abschalten, um Strom zu sparen, was aber von AMD vorerst nicht vorgesehen ist. In Notebooks gibt es aber weitergehende Möglichkeiten, die wie bei Hybrid-SLI auch mit Hybrid-CrossFire durch Abschalten der diskreten Grafik Strom sparen können, und die AMD zusammen mit den Notebook-Herstellern auch realisieren will.[/Update]

Der RS780-Chipsatz integriert einen Grafikkern für Direct3D 10.1 sowie eine HD-Video-Engine und beherrscht zusätzlich zu den üblichen Monitor-Standards auch die neue VESA-Norm Display-Port. (Manfred Bertuch) / (Manfred Bertuch) / (anw)

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