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Hybrid aus CD und DVD bereitet Probleme

Der unter dem Namen DualDisc vertriebene Tonträger mit CD-Schicht auf der einen und DVD-Schicht auf der anderen Seite soll sich auf einigen Playern nicht korrekt abspielen lassen. Dies berichten US-amerikanische Medien unter Berufung auf Kundenberichte im Internet und Player-Hersteller wie Marantz, Mark Levinson, Proceed, Lexicon und Sony (Europe).

Player-Hersteller Meridian hat mittlerweile die Empfehlung ausgesprochen, auf seinen DVD-Player-Modellen nur die DVD-Seite der DualDisc abzuspielen, da sich die CD-Seite nicht auf allen Playern wiedergeben lasse. Begründet wurde dies damit, dass die Laseroptiken dieser Geräte nicht so konstruiert worden seien, dass sie die "besonders dünne CD-Schicht" der DualDisc abspielen könnten. Wie bereits Onkyo, Pioneer, Sony, Sony Computer Entertainemnt America (PlayStation 2) und Toshiba wies auch Meridian in seiner Stellungnahme ausdrücklich darauf hin, dass die CD-Schicht der DualDisc nicht dem Redbook-Standard entspreche und damit keine echte Audio CD darstelle -- weshalb auf den Discs auch das typische CD-Audio-Logo fehle. Alle Unternehmen folgerten, dass ihre Geräte nicht in der Lage sein müssten, die CD-Schicht der DualDisc korrekt abzuspielen, und schlossen Gewährleistungsansprüche aus. Meridians CD-Player-Modelle 588 und G08 können laut Hersteller "gegen eine geringe Gebühr" modifiziert werden, um die CD-Schicht abspielen zu können.

Während es vor einigen Monaten noch hieß, die DualDiscs seien dicker als eine normale DVD, halten sich die Scheiben nun doch an die DVD-Spezifikation, um Kompatibilitätsprobleme mit gewissen Playern zu vermeiden. Dazu verringerte man die Dicke der CD-Schicht. Im Unterschied zu herkömmlichen Audio-CDs passen auf die CD-Seite der DualDisc nur 65 Minuten Musik. Bei der DVD-Seite handelt es sich um eine DVD-5, die im Falle der Nutzung als DVD-Audio ebenfalls Platz für 63 Minuten in 96 kHz/24 Bit in 5.1-Sound oder 192 kHz/24 Bit in Stereo bieten soll. (nij)

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