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Hybridgrafik-Unterstützung für Nvidias Linux-Treiber

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Nvidia arbeitet an einer Version seines proprietären Grafiktreibers für Linux, der Nvidias vor allem in Notebooks eingesetzte Grafikchip-Zuschalttechnik Optimus unterstützt. Das geht aus einer E-Mail von Aaron Plattner hervor, in der der Nvidia-Mitarbeiter einige Open-Source-Entwickler um Rat zu einigen Implementationsdetails fragt.

Demnach arbeite ein Treiber mit Optimus-Unterstützung bereits als "Proof of Concept". Damit der Nvidia-Grafikchip das Bild über die Grafikhardware im Prozessor ausgeben kann, wie es bei modernen Optimus-Implementationen der Fall ist, nutzt der Treiber die Prime-Infrastruktur. Zu der gehören unter anderem der "DMA Buffer Sharing Mechanism" (dma_buf) und darauf aufbauende Funktionen in Linux 3.5, die ein schnelles Transferieren der Bilddaten zwischen den Grafikkernen ermöglichen. Ferner umfasst Prime einige Erweiterungen für den X-Server, die Bestandteil des in Kürze erwarteten X-Server 1.13 sein sollen. Einige experimentelle Open-Source-Grafiktreiber nutzen diese Funktionen bereits, damit Anwender mit Hilfe des vom X-Server 1.13 gebotenen RandR (Resize and Rotate) 1.5 Grafikchips zur Laufzeit zuschalten können.

Eine Frage zur fehlenden Optimus-Unterstützung in Linux war der Anlass, der im Juni zu Linus Torvalds Ausspruch "Nvidia, fuck you" geführt hat, den der Linux-Erfinder mit einem Stinkefinger begleitet hat. Dass Nvidia die Optimus-Unterstützung nun in seinem proprietären Treiber realisieren kann, hat das Unternehmen vorwiegend Open-Source-Entwicklern anderer Unternehmen zu verdanken, denn die Prime-Infrastruktur in Linux-Kernel und X-Server wurde maßgeblich von Entwicklern vorangetrieben, die bei Red Hat und Texas Instruments arbeiten. (thl)