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I/O: Google vermählt News mit dem Newsstand

Ein neuer Look, "die ganze Story" und Abonnements: Im Rahmen seiner Entwicklermesse I/O hat Google eine neue Version seines News-Diensts vorgestellt.

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I/O: Google vermählt News mit dem Newsstand

Google hat sein Nachrichtenangebot Google News aufgeräumt. Der Benutzer erhält jetzt, wenn er die News-App öffnet, auf den ersten Blick eine Auswahl von fünf auf ihn zugeschnittenen Nachrichten – Machine Learning macht's möglich. Scrollt er herunter, kommen weitere individuelle News, zum Beispiel lokale. Im Laufe der Nutzung soll die dahinter stehende künstliche Intelligenz dazulernen und ihm immer bessere Ergebnisse liefern.

Nichtsdestotrotz soll der Benutzer nicht in einer Filterblase gefangen werden, sondern sich einen Überblick über die meistgelesenen Nachrichten in seinem Land und in der Welt verschaffen können. Mit einer neuen Funktion namens "Full Coverage" soll er sich ein Bild zu einer Story aus den Perspektiven verschiedener Medien machen können. Auch hier arbeitet reichlich KI im Hintergrund.

Ein Klick - und das Abo wird mit dem hinterlegten Google-Account bezahlt.

Last not least will Google offenbar auch die Publisher umgarnen. So erwähnte CEO Sundar Pichai zur Eröffnung der Entwicklerkonferenz I/O die Google News Initiative, die 300 Millionen Dollar zur Förderung des Online-Journalismus bereitstellt (auch heise online hat sich daran beteiligt). Außerdem hat Google den Newsstand (hierzulande Kiosk), mit dem man Hunderte von Magazinen und Zeitungen lesen kann, in den Newsreader integriert. Bislang war der Newsstand eine eigene App.

Nicht ganz eigennützig dürfte die Option sein, dass man Medien-Abos jetzt mit einem Klick mit den bei Google hinterlegten Kreditkarten bezahlen kann. Google startet dieses "Subscribe with Google" in den nächsten Wochen mit 60 Medien. Wie viel Prozent der Suchmaschinenkonzern dabei einstreicht, wurde bei der Präsentation nicht erwähnt. Die Veröffentlichung des neue Google News startet noch am heutigen Dienstag und, bis zur nächsten Woche soll es in 127 Ländern unter Android, iOS und im Web verfügbar sein. (jo)