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I3C entwickelt Standard für die Bioinformatik

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Was in anderen Bereichen der Informatik längst selbstverständlich ist, soll nun auch in die Bioinformatik Einzug halten: Das Interoperable Informatics Infrastructure Consortium (I3C) will heute bei der Konferenz BIO 2001 in Kalifornien seine Pläne für eine offene Plattform für die Biowissenschaften auf der Basis von Java und XML vorstellen.

Ein wesentlicher Schlüssel zur erfolgreichen Arbeit in der Biotechnologie ist der einfache Zugriff auf die in unterschiedlichen Datenbanken gespeicherten Forschungsergebnisse. Der neue Standard soll es erlauben, die verschiedenen Typen von biologischen Daten zu lesen und Regeln festlegen, wie Daten gesucht, manipuliert und verlinkt werden. In San Diego will das I3C einen arbeitsfähigen Prototypen vorführen, mit dem sich Daten von Gensequenzen austauschen und analysieren lassen.

Dem von Sun Microsystems initiierten Konsortium gehören etwa fünfzig Unternehmen aus der Biotechnologie-, Arzneimittel- und Computerbranche an, darunter die Computerfirmen IBM, Apple und Oracle, die Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline und Pfizer und die Biotechfirmen Millenium und Affymetrix. Die Mitglieder kommen aber auch aus öffentlichen Institutionen wie den nationalen amerikanischen Gesundheitsinstituten, dem Europäischen Institut für Bioinformatik und der Universität Manchester. (anm)