Menü

IBM Connect: Mit Project Toscana will IBM eine neue Messaging-Lösung entwickeln

Letzes Jahr thematisierte IBM auf der eigenen Hausmesse Connect vor allem E-Mail. Dieses Jahr gab es als Überraschung ein neues Projekt, das die Echtzeitkommunikation in Teams unterstützt.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 17 Beiträge
Sarah Gibbons

Design Lead Sarah Gibbons stellt Project Toscana vor

(Bild: Volker Weber)

WhatsApp und Slack bereiten vielen IT-Verantwortlichen Bauchschmerzen. Mitarbeiter nutzen diese Tools für ihre Arbeit, oftmals nicht durch das Unternehmen abgesegnet. Verbieten hilft nicht viel, wenn man keine Alternativen anbieten kann. In IBMs Portfolio klafft hier eine Lücke.

Noch ist Project Toscana im Alpha-Stadium; vieles existiert nur auf dem Papier.

Während IBM Connections viele Bereiche der Zusammenarbeit abdecken kann, fehlt es an einer modernen Komponente für Kommunikation in Echtzeit. Statt IBM Sametime abermals aufzumöbeln, soll Project Toscana einen neuen Start bieten. Für IBM gilt es nicht nur, Connections zu vervollständigen, sondern auch neue Kunden zu gewinnen.

Social Media für Unternehmen

Der angestrebte Funktionsumfang ist ähnlich wie bei bereits existierenden anderen Lösungen: persistente Chaträume, private Direktnachrichten, eingebettete Dateien. IBM will Toscana mit Connections verzahnen, also bereits existierende Benutzerprofile nutzen und IBM Docs als Editoren einbetten. So lassen sich in einem Chat gemeinsam Notizen bearbeiten.

Fragt man IBM, was Toscana darüber hinaus leisten soll, dann ist viel von Sicherheit die Rede. Auch wenn es sich um einen Cloud-Dienst handelt, so kann IBM durch lokale Rechenzentren gewährleisten, dass Daten in einem bestimmten Territorium gespeichert und verarbeitet werden.

Hürdenlauf

Wann aus Projekt Toscana ein Produkt wird, ist ein wenig unklar. General Manager Jeff Schick spricht vom ersten Halbjahr 2016, der zuständige Produktmanager Rob Ingram nennt dagegen das zweite Halbjahr. Angesichts des aktuellen Entwicklungsstatus "Alpha" erscheint das realistischer. Chris Crummey und Sarah Gibbons legten in der Keynote zwar eine überzeugende Demo vor, die allerdings nicht auf Live-Code, sondern einem vorher produzierten Video basierte.

Der Analyst Alan Lepofsky, Vice President bei Constellation Research, gibt zu bedenken: "IBM hat heute Project Toscana angekündigt, eine neue User Experience für Team Collaboration. Eine MVP-Version (Minimum Viable Product) wird als öffentliches Release für das erste Halbjahr 2016 erwartet. Obwohl Toscana ein erfrischend neues UI für bestehende IBM Connections-Benutzer bietet, halte ich es für eine Herausforderung, neue Kunden zu gewinnen, wenn man bedenkt, wieviele bewährte Produkte es bereits im Markt gibt." (vowe)

Anzeige
Anzeige