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IBM & Ericsson: Zusammenarbeit in Sachen mobile Internetdienste

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Der schwedische Mobilfunkriese Ericsson will mit IBM den Markt für mobile Internetdienste im Finanzsektor erobern. Zusammen wollen sie an integrierten Lösungen für Finanzdienstleister arbeiten, die ihren Kunden zunehmend mobile Dienste anbieten wollen. Analysten schätzen, dass dieses Marktsegment bereits in zwei Jahren weltweit ein Volumen von fünf bis sechs Milliarden US-Dollar bietet. Von diesem Kuchen will man sich ein Stück abschneiden: Mindestens zehn Prozent des Wachstumsmarktes wollen die Unternehmen für sich gewinnen. "Durch die Allianz wird sich die Fachkompetenz Ericssons auf dem Gebiet Mobilfunk mit der Fachkompetenz IBMs auf dem Gebiet der Finanzdienste und der Informationstechnologie verbinden", teilte Ericsson mit.

Die Großkunden aus der Banken- und Versicherungsbranche sollen in die Lage versetzt werden, ihren Kunden mobile Internetdienste anzubieten, die weit über bestehende Business-to-Consumer-Dienste (B2C) hinausgehen. Momentan seien diese größtenteils Einbahnstrassen, die den Kunden zum Beispiel das Abfragen von Kontoständen oder Börsenkursen ermöglichten: "Aus der Sicht des Kunden ist die Nützlichkeit heutiger Dienste nicht besonders hoch ausgeprägt", meinte Andy Cash, Mitarbeiter der IBM mobile internet financial services. Dennoch sei den Banken bewusst, dass das Anbieten drahtloser Dienste in den nächsten Jahren im Privatkundengeschäft eine immer größere Rolle spielen wird. Ziel ist es, dem Kunden beliebige Finanzdienstleistungen über den Kanal des mobilen Internets anzubieten.

Der Allianz dürfte zugute kommen, dass IBM zahlreiche namhafte Kunden aus dem Banken- und Versicherungssektor einbringen kann. Hier können die neuen Produkte in bestehende IBM-Lösungen integriert werden. Beide Unternehmen ließen offen, wie hoch die Investitionen in den gemeinsamen Bereich ausfielen. Jede Seite wille jedoch 100 bis 200 Mitarbeiter auf das Projekt ansetzen. (sha)