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IBM: Schwache Ergebnisse trotz Cloud und Watson

Nach umfangreichen Änderungen im Geschäftsmodell hat IBM immer noch Schwierigkeiten, mit Cloud und KI so richtig zu reüssieren.

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IBM hat überraschend deutliche Geschäftseinbußen verkraften müssen. Im ersten Quartal des Geschäftsquartals sank der Umsatz im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahrs um 4,7 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar. Der Quartalsgewinn sank um fünf Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar, fiel damit aber immerhin etwas höher als erwartet aus. Der operative Gewinn ging aber noch etwas stärker zurück: 2 Milliarden US-Dollar bedeutet ein Minus von 2 Prozent.

Mit dem Umsatzrückgang wurden allerdings die Prognosen klar verfehlt; entsprechend fiel die Reaktion der Börsianer aus: Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel nach der Vorstellung von IBMs Geschäftszahlen deutlich. IBMs Finanzchef James Kavanaugh meinte dann auch, dass die Resultate die grundlegenden Änderungen reflektierten, die man beim Geschäftsmodell durchgeführt habe. Zudem drückt weiter der starke Dollar die Bilanz. IBM macht den Großteil seines Umsatzes im Ausland.

Der Konzern tut sich immer noch schwer, mit neuen Geschäftsbereichen – neben der Cloud etwa Datenanalyse und künstlicher Intelligenz mit den Watson-Techniken – die Probleme in der klassischen Hardware-Sparte mit Servern und Großrechnern abzufedern. Insgesamt gibt IBM an, man habe den Cloud-Umsatz im Verlauf der letzten 12 Monate um 10 Prozent steigern können. Im abgelaufenen Quartal aber sank der Umatz der Sparte Cloud and Data Platforms um 2 Prozent. Mit Cognitive Applications (Cognitive Computing nennt IBM seine KI-Ansätze mit Watson) konnte IBM dagegen beim Umsatz um 2 Prozent zulegen.

Bei den Service-Bereichen (Global Technology Services), zu denen unter anderem Cloud-Dienstleistungen und Support-Dienste zählen, verzeichnete IBM einen Umsatzrückgang um 7 Prozent. Der Bereich Systems (Hardware und Betriebssysteme) musste gar einen Umsatzrückgang um 11 Prozent verbuchen. (jk)