IBM-Vizepräsident will OpenDocument durchsetzen

Bob Sutor, IBM-Verantwortlicher für Standards und Open Source, fordert alle Computernutzer dazu auf, bei Herstellern und IT-Verantwortlichen auf die Unterstützung des freien OpenDocument-Formats für Office-Anwendungen zu drängen.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Der IBM-Vizepräsident und Spezialist für Open Source, Bob Sutor, ruft alle Computernutzer dazu auf, das freie OpenDocument-Format nach Kräften zu fördern. Verstärkter Druck soll Softwarehersteller sowie IT-Verantwortliche in Firmen und Behörden dazu bringen, OpenDocument-Kompatibilität in ihre Office-Anwendungen zu integrieren oder die Software danach auszusuchen, meint Sutor, der bei IBM für Standardisierungen verantwortlich ist.

Die 1993 als SGML Open gegründete Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) hat mit OpenDocument ein offenes, XML-basiertes Austauschformat für Text-, Tabellen- sowie Präsentationsdateien entwickelt und im Mai den Standard verabschiedet. Bislang unterstützen beispielsweise OpenOffice, StarOffice, KOffice, Textmaker 2005 oder AbiWord das Format; vor kurzem erst gründete sich eine Organisation zur weiteren Förderung des Dokumentenformats.

Sutor legt nun jedem Anwender folgende Punkte besonders nahe: (mhe)

  • schon heute darauf zu bestehen, dass der Hersteller der Office-Applikation OpenDocument ab dem 1. Januar 2007 unterstützt;
  • schon heute darauf zu bestehen, dass das Abspeichern im OpenDocument-Format voreingestellt ist oder sein wird;
  • den Hersteller darauf festzulegen, dass er dem Technischen Kommittee der OASIS beitritt;
  • die IT-Verantwortlichen in Firmen und Behörden danach zu fragen, ab wann man OpenDocument-kompatible Office-Anwendungen einsetzen könne;
  • darauf zu bestehen, dass XML-Formate keine proprietären Erweiterungen enthalten und die Format-Lizenz klar und eindeutig auch die Nutzung durch GPL-Anwendungen erlaubt.