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IBM arbeitet an Linux-Version für Microsoft Office

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IBM und Microsoft arbeiten zusammen, um das Office-Paket aus Redmond für Linux lauffähig zu machen. Big Blue soll laut US-Medienberichten von Microsoft Code geliefert bekommen haben, um die Bürosoftware portieren zu können. In Redmond wollte man eine direkte Zusammenarbeit mit IBM aber nicht bestätigen. Es gebe auch keine Pläne für eine Zusammenarbeit in dieser Richtung.

Indes wird ein schwedischer IBM-Manager zitiert, Microsoft Office sei ein gutes Produkt und solle auch nach der Umstellung der firmeneigenen Desktops weiter eingesetzt werden. Womöglich spekuliert das Unternehmen auch darauf, dass die Verfügbarkeit von Microsoft Office für Linux das alternative Betriebssystem für Kunden attraktiver macht, die nicht auf die Büropakete aus Redmond verzichten wollen. Bei Lotus Notes unter Linux setzt IBM auf den neuen Workplace Client, der noch in diesem Jahr erhältlich sein und Notes-Anwendungen ausführen können soll; stillschweigend machte man aber auch Notes 6.5.1 wieder mittels Wine unter Linux lauffähig.

Anfang des Jahres hatten Medien berichtet, IBM wolle sich bis zum Ende 2005 dem Linux für die Desktops zuwenden und IBM-intern alle Desktop-Rechner auf Linux umstellen. Dabei habe IBM auch die Verwendung von Suns Bürosoftware Star Office erwogen, das ja bereits für Linux erhältlich ist, sich jedoch anders entschieden. IBM selbst wollte das interne Projekt zur Umstellung der Arbeitsplatzrechner allerdings erst einmal nur als Versuch für Teilbereiche verstanden wissen -- was Sun gleich dazu nutzte, von IBM ein Bekenntnis zu Linux einzufordern. (anw)

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