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IBM berechnet Domino-Lizenzen auf CPU-Basis

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Mit der Freigabe von Domino 6 führt IBM ein neues Lizenzmodell ein, das sich an den anderen Produkten der IBM Softwaregroup orientiert. Künftig werden die Lizenzkosten pro CPU und nicht mehr je Server berechnet. Zugleich fällt die Unterscheidung zwischen Application Server und Enterprise Server. Ein neuer Utility Server ist ohne Client-Lizenzen nutzbar.

Bei Domino R5 gibt es bislang drei verschiedene Ausbaustufen: Ein reiner Mail Server unterstützt nur Kalender und Mail, ein Application Server ermöglicht zusätzliche eigene Domino-Anwendungen. Der Enterprise Server schließlich kann in mehreren Instanzen (Partitioned Server) sowie als Cluster laufen. Für alle drei Server sind pro Anwender zusätzlich Client-Lizenzen zu erwerben, entweder in Form des regulären Notes-Clients oder als so genannte iNotes-Lizenzen für die Verwendung alternativer Clients wie Webbrowser oder Outlook. Die Notes-Lizenz schließt dabei die iNotes-Lizenz mit ein. Diese Client-Lizenzen machen Domino unattraktiv, wenn man zahlreiche im Directory bekannte, authentisierbare Anwender hat, die den Server nur gelegentlich nutzen. Lotus führte in der Vergangenheit deshalb noch eine Extranet-Lizenz ein, mit der alle Clients abgegolten waren, sofern es sich bei deren Nutzern nicht um Mitarbeiter oder Lieferanten handelte.

Mit Domino 6 bietet IBM nun einen so genannten Utility Server an, der ebenfalls bereits alle Client-Lizenzen erhält, aber keine Beschränkungen mehr bezüglich Mitarbeitern oder Lieferanten kennt. Dafür ist er mit rund 11.750 US-Dollar pro CPU auch recht teuer. Für den Enterprise Server berechnet IBM in Zukunft 2.308 Dollar je CPU, der reine Mail Server kostet 894 US-Dollar je CPU.

Je nach Konfiguration der Hardware kann der Domino-Server damit erheblich teurer oder billiger werden. Um die Umstellungsschmerzen zu lindern, bietet IBM deshalb bis zum 10. Januar 2003 Domino 6 auch alternativ zu den aktuell für Domino R5 gültigen Preisen an. Bis zu diesem Zeitpunkt lassen sich auch bestehende Wartungsverträge zu den alten Konditionen verlängern. (Volker Weber) / (jk)

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