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IBM bringt PowerPC für Internet Appliances

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"Die Tage des 'one size fits all' bei PC-Mikroprozessoren sind vorüber", meinte Scottie Ginn, Vizepräsident für "Pervasive Technology" bei IBM Microelectronics. Anlass der vollmundigen Ankündigung: Die Vorstellung einer System-on-a-Chip-Lösung für Internet Appliances wie etwa Web-Pads oder Surf-Terminals. Die so genannte PowerPC Internet Appliance Platform (IAP) baut auf einer PowerPC-CPU auf und bringt auf dem Chip gleichzeitig Speicher- und LCD-Schnittstellen ebenso wie ein Touch-Screen-Interface unter. Nach Angaben von IBM soll der Chip in OEM-Stückzahlen rund 60 US-Dollar kosten.

Genauere Details über den Prozessor-Core, der für die PowerPC IAP genutzt werden soll, gab IBM nicht bekannt. IBM werde den Chip im Voraus für Kunden produzieren, die dann jedoch einzelne Funktionen modifizieren und für ihre Bedürfnisse anpassen könnten. Man arbeite bereits mit sieben japanischen Unterhaltungselektronikkonzernen an der Umsetzung der IAP in Produkten; Big Blue behielt aber Stillschweigen, um welche Firmen es sich dabei handelt.

Der große Vorteil von IAP sei, meinte Ginn, dass Hersteller nicht auf die Funktionen von Standard-Chips beschränkt seien. Unterhaltungselektronik mit Internet-Anschluss werde in allen möglichen Formen zu haben sein; dafür benötige man eine Flexibilität, die normale CPUs nicht böten. Die IAP werde zwar, um die Kosten niedrig zu halten, nicht vollständig nach Kundenwünschen produziert wie normale ASICs, biete aber genug Anpassungsmöglichkeiten, um sie für unterschiedliche Geräte modifizieren zu können. (jk)