IBM dementiert Berichte über fehlerhafte Festplatten

IBM tritt Behauptungen entgegen, wonach Festplatten der Familie DTLA von minderwertiger Qualität seien und verstärkt ausfielen.

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Von
  • Harald Bögeholz

IBM hat im Internet kursierende Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Festplatten der Familie DTLA von minderwertiger Qualität seien und verstärkt ausfielen. Ein Mitarbeiter des technischen OEM-Supports von IBM sagte dazu zu heise online: "Wir haben zwar gewisse Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten IDE-Hostadaptern von Highpoint (HPT370 und HPT366), doch liegt das eher an den Adaptern und nicht an unseren Platten. Mit der Qualität der DTLA-Serie sind wir sehr zufrieden."

Der Internet-Newsdienst the inquirer hatte über vermehrte Ausfälle von DTLA-Festplatten berichtet und gemutmaßt, IBM habe die Produktion dieser Familie deshalb vorübergehend ausgesetzt. In der Tat werde die Produktion allmählich eingestellt, so IBM. Doch nicht wegen mangelnder Qualität, sondern schlicht zugunsten der Nachfolgefamilie Deskstar 60GXP.

Der c't-Redaktion liegen einige Erfahrungsberichte von Lesern vor, bei denen Festplatten der DTLA-Serie nach relativ kurzer Zeit ausfielen. Umgekehrt liest man in diversen Diskussionsforen aber auch von zufriedenen Besitzern von DTLA-Platten, die damit bisher keine Probleme hatten. Eine Umfrage der Redaktion unter Händlern und Distributoren ergab keine Bestätigung, dass Platten dieses Typs signifikant häufiger ausfallen als Laufwerke anderer Hersteller. Den Zahlen eines namhaften deutschen Distributors zufolge lag IBM in den letzten Monaten bei der Reklamationsquote allenfalls im Mittelfeld, hinsichtlich der Verkaufszahlen jedoch an der Spitze. Der großen Beliebtheit der Laufwerke sind wohl auch die Lieferengpässe zuzuschreiben, die es in letzter Zeit gegeben hat.

Die Abkündigung der DTLA hat übrigens eine interessante Konsequenz: Die neue Familie Deskstar 60GXP gibt es nur mit Kapazitäten zwischen 20 und 60 GByte. Wenn IBM demnächst wie geplant auch die Produktion der DTLA-307075 einstellt, wird es von IBM bis auf weiteres keine 75-GByte-Platte mehr geben. (bo)