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IBM einigt sich im Chemikalien-Prozess mit 50 Klägern

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Mit 50 klagenden Ex-Mitarbeitern hat sich IBM im so genannten Chemikalien-Prozess außergerichtlich geeinigt. Nachdem die Richter im März bereits weitere Klagen in der gleichen Sache unterbunden hatten, stehen demnach kaum noch Massenklagen gegen die IT-Industrie zu befürchten. Die 50 Kläger sind an Krebs erkrankt und warfen IBM vor, dass sie an ihren Arbeitsplätzen krebserregenden Substanzen ausgesetzt gewesen seien. Über die Details der Einigung, von der das Wall Street Journal berichtet, wurde nichts bekannt. Noch sind allerdings mehr als 100 weitere Klagen nicht beigelegt. Eine erste außergerichtliche Einigung hatte es im März gegeben. Auch hier war über die Details nichts bekannt geworden.

Der Fall wurde in der Branche mit Spannung beobachtet, da ein Urteil gegen IBM einen Präzedenzfall für weitere Verfahren gegen Elektronikunternehmen hätte schaffen können; bisher sind vergleichbare Verfahren in der Regel durch einen außergerichtlichen Vergleich beigelegt worden. Ende Februar hatten die Geschworenen in einem ersten Verfahren dieser Art zu Gunsten von IBM entschieden: Die Latte für einen juristischen Erfolg der Kläger hatte sehr hoch gelegen. Sie hätten nachweisen müssen, dass die Chemikalien, mit denen sie gearbeitet hatten, tatsächlich gesundheitsschädlich sind -- und dass IBM davon wusste, ohne Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Davon konnten sie die Gerichte nicht überzeugen. (tol)