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IBM fühlt sich wieder "in Form"

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"IBM hat seine Form wiedergefunden", konstatierte Konzernchef Samuel J. Palmisano bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Quartal am Montag in Armonk, New York. "Wir haben unser PC-Geschäft nahtlos an Lenovo übergeben, in Europa ein schlankeres Management-System implementiert, wichtige Teile des Unternehmens für zukünftiges Wachstum vorbereitet und gleichzeitig ein solides Quartalsergebnis vorgelegt." Unter dem Strich steht beim weltgrößten IT-Konzern im zweiten Quartal eine Steigerung des Gewinns in den fortgeführten Geschäften auf 1,85 Milliarden US-Dollar oder 1,14 US-Dollar je Aktie. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Gewinn bei 1,74 Milliarden US-Dollar respektive 1,01 US-Dollar je Aktie gelegen.

Bedingt durch den Verkauf der Computersparte an den chinesischen Hersteller Lenovo zum 1. Mai sank der Konzernumsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 3,6 Prozent auf 22,27 Milliarden US-Dollar. Für April wurden im PC-Geschäft noch Umsätze in Höhe von 557 Millionen US-Dollar sowie ein Vorsteuerverlust von 149 Millionen US-Dollar verbucht. Analysten hatten im Schnitt mit Quartalsumsätzen in Höhe von 21,92 Milliarden US-Dollar gerechnet. Der Nettogewinn, der Sonderbelastungen durch Stellenstreichungen (1,7 Milliarden US-Dollar), Zahlungen des Software-Konzerns Microsoft nach einem Rechtsstreit in Höhe von 775 Millionen US-Dollar sowie den Verkauf des PC-Geschäfts (1,1 Milliarden US-Dollar) einschließt, betrug 1,83 Milliarden US-Dollar oder 1,12 US-Dollar je Aktie.

Die Gesamtumsätze im Hardware-Geschäft schrumpften gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 25 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar. Rechnet man jedoch die aus dem Verkauf des PC-Geschäfts resultierenden Umsatzeinbußen heraus, stiegen die Hardware-Erlöse effektiv um 5 Prozent. Größer Umsatzbringer war mit 4,9 Milliarden US-Dollar die Systems- und Technology-Sparte, die für Server und Massenspeicher zuständig ist. Die Dienstleistungssparte erhöhte den Umsatz um 6 Prozent auf 12 Milliarden US-Dollar. Im Berichtszeitraum wurden Unternehmensangaben zufolge Dienstleistungsaufträge im Wert von 14,6 Milliarden US-Dollar gezeichnet. Die Software-Sparte trug mit 3,8 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent.

Die Bruttomarge -- eine Kennzahl, die Aufschluss über die Kosteneffizienz eines Unternehmens gibt, indem sie den prozentualen Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der Herstellungskosten übrig bleibt, beziffert -- stieg den Angaben zufolge von 36,4 auf 39,4 Prozent. Unter Vernachlässigung des PC-Geschäfts sei sie sogar von 39,7 auf 40,6 Prozent gestiegen. IBM-Aktien legten nachbörslich von 81,81 US-Dollar bei Schluss der Wall Street um 3,89 Prozent auf 84,99 US-Dollar zu.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei IBM in US-Dollar

Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 19.350 Mio. 1.520 Mio.
2/00 21.700 Mio. 1.900 Mio.
3/00 21.800 Mio. 2.000 Mio.
4/00 25.600 Mio. 2.700 Mio.
1/01 21.040 Mio. 1.750 Mio.
2/01 21.600 Mio. 2.000 Mio.
3/01 20.400 Mio. 1.600 Mio.
4/01 22.800 Mio. 2.330 Mio.
1/02 18.500 Mio. 1.190 Mio.
2/02 19.600 Mio. 56 Mio.
3/02 19.800 Mio. 1.300 Mio.
4/02 23.670 Mio. 1.020 Mio.
1/03 20.065 Mio. 1.384 Mio.
2/03 21.631 Mio. 1.705 Mio.
3/03 21.522 Mio. 1.785 Mio.
4/03 25.913 Mio. 2.709 Mio.
1/04 22.250 Mio. 1.363 Mio.
2/04 23.200 Mio. 2.000 Mio.
3/04 23.429 Mio. 1.800 Mio.
4/04 27.671 Mio. 3.040 Mio.
1/05 22.908 Mio. 1.402 Mio.
2/05 22.270 Mio. 1.829 Mio.
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