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IBM kauft Cognos

Business Intelligence (BI) und Performance Management (PM) sind in – Anwendungen zur Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen sind ein lukratives Geschäft, auch deshalb, da sich viele Unternehmen – und das mittlerweile auch bei kleineren und mittelständischen Firmen – von Business-Intelligence-Lösungen direkte positive Auswirkungen auf ihre Bilanzen erhoffen. Der kanadische Business-Intelligence-Spezialist Cognos konnte dann auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2008 einen schönen Gewinnsprung verbuchen – und wird jetzt von IBM gekauft. Big Blue ist die Firma 5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 58 US-Dollar pro Aktie wert.

Der Markt für Business-Intelligence-Anwendungen ist nicht nur lukrativ, sondern auch heftig umkämpft. Business-Software-Anbieter wie SAP und Oracle, aber auch Microsoft haben hier ebenfalls lukrative Betätigungsfelder entdeckt. Microsoft übernahm im vergangenen Jahr den Business-Intelligence-Spezialisten ProClarity; SAP ist mit dem Kauf des BI-Marktführers Business Objects aus Frankreich die größte Firmenübernahme in der Geschichte des deutschen Konzerns angegangen. Cognos mit 4000 Mitarbeitern, rund 25.000 Kunden weltweit und einem Umsatz im Geschäftsjahr 2007 (das am 28. Februar endete) von rund 980 Millionen US-Dollar ist hinter Business Objects und dem zweitplatzierten SAS aus den USA der drittgrößte BI-Anbieter.

Die Übernahme von Cognos soll bar über die Bühne gehen und im ersten Quartal 2008 abgeschlossen sein; das Management des kanadischen Konzerns hat der Transaktion bereits zugestimmt. Aktionäre und die Wettbewerbshüter müssen aber noch ihr Einverständnis erklären. IBM und Cognos arbeiten nach eigenen Angaben bereits seit 15 Jahren zusammen. IBM hat nach eigenen Angaben in diesem Bereich bislang schon knapp zwei Dutzend Anbieter übernommen und baut ihn nun deutlich aus. (jk)

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