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IBM kündigt Lotus Workplace 1.1 an

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Code talks ist eines der Mantras des seit Anfang diesen Jahres amtierenden Lotus-Chefs Ambuj Goyal, der, aus der IBM-Forschung kommend, weit mehr als sein Vorgänger Al Zollar der Technik verhaftet ist. Damit will er ausdrücken, dass erst die wirklichen Produkte die Verwirrung auflösen können, die Lotus vor beinahe zwei Jahren mit der Ankündigung der NextGen-Strategie unter den Kunden angerichtet hatte. Nach der Verfügbarkeit von Workplace Messaging zum IBM Software Symposium in München erschien dann das erste Produkt der neuen Dachmarke Lotus Workplace.

Nun kündigt IBM die Version 1.1 von Lotus Workplace Messaging an. Der sehr einfach gehaltene Mail-Server auf J2EE-Basis wird mit weiteren PIM-Funktionen wie einem persönlichen Kalender aufgewertet. Der wichtigere technologische Sprung ist aber die Umstellung auf WebSphere Portal Server als Display-Schicht. Zeitgleich kündigt IBM drei weitere Produkte der gleichen Plattform an, die ebenfalls die Versionsnummer 1.1 tragen:

Lotus Workplace Messaging ist für den Preis von 29 US-Dollar, Workplace Team Collaboration für 89 US-Dollar und Workplace Collaborative Learning für 35 US-Dollar pro Benutzer erhältlich.

Web Content Management kostet knapp 50.000 US-Dollar pro CPU. Die deutsche Ankündigung spricht fehlerhaft von lediglich 50 Dollar, ein kleiner, aber bedeutender Fehler bei der Übersetzung. Auch bei der Verfügbarkeit ist die deutsche IBM-Dependance etwas optimischer als die Muttergesellschaft. Statt von sofortiger Verfügbarkeit ist dort etwas unpräziser vom vierten Quartal 2003 die Rede.

Die Lotus Workplace Server laufen auf AIX 5.2, Linux und Windows 2000. Als Clients werden Internet Explorer 5.5 und höher auf Windows 2000 und XP, sowie Mozilla auf Linux unterstützt. Bei Linux gibt es offiziellen Support derzeit nur für SuSE Linux 7.2 und 7.3. Für die gesamte Workplace-Familie will IBM in Zukunft neben Web-Browsern auch Notes, Outlook, einen mobilen Client sowie einen für 2004 geplanten Java-Client auf der Basis des Eclipse-Frameworks nutzen.

Im ersten Quartal 2004 will IBM die Versionsnummern aller Produkte begradigen. Die höchste Versionsnummer trägt derzeit Domino 6.5. Entsprechend der für Anfang 2004 geplanten Maintenance Release werden dann alle anderen Produkte, auch die nun gerade angekündigten, auf die Version 6.5.1 aufdatiert. Zugleich sollen dann alle bisher noch bestehenden Abhängigkeiten von älteren Versionen aufgelöst werden, sodass auch die vormals als Sametime und Quickplace bekannten Produkte auf Domino 6.5.1 lauffähig sind.

IBM wird dann die Markennamen der einzelnen Produkte weiter in den Hintergrund treten lassen. Der Kunde erwirbt stets nur Lotus Workplace und kann darin die Funktionen aktivieren (und lizenzieren), die er benötigt. (Volker Weber) / (hps)

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