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IBM kündigt WebSphere 4 an

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Anlässlich der WebSphere 2001 in Wien kündigte IBM gestern die neue Version 4 des WebSphere Application Server an, der ab 30. Juni 2001 verfügbar sein soll. Heute wird in New York eine weltweite Ankündigung folgen.

WebSphere Application Server 4.0 ist die erste neue Server-Version, seit IBM letztes Jahr überraschend zahlreiche andere Middleware-Produkte wie Transaktions- und Messaging-Systeme unter dieser Marke zusammengefasst hat. Eine Strategie, die laut Jocelyn Attal, IBM Vice President Marketing, voll aufging. So konnte WebSphere den Markanteil bei den Java Web Application Servern laut Zahlen der Giga Information Group im vorigen Jahr von 16 auf 30 Prozent erhöhen, während der Hauptkonkurrent BEA mit Weblogic den Marktanteil lediglich von von 30 auf 33 Prozent erhöhen konnte.

IBM nimmt für sich in Anspruch, mit Websphere Application Server 4 als erster Anbieter alle Standards für Web Services implementiert zu haben, von J2EE (Java 2 Enterprise Edition) und XML über SOAP, WSDL bis UDDI.

Alle Server-Varianten der Version 4 basieren nun auf einem gemeinsamen Source-Code, der lediglich unterschiedlich konfiguriert wird. Die Trennung in Standard Edition und Advanced Edition wird aufgegeben. Damit bekommt auch die kleinste Version eine Unterstützung für EJBs (Enterprise Java Beans). Diese als Advanced Edition bezeichnete Version soll es zudem in einer Single Server Configuration geben, die einfacher zu administrieren ist und zudem zu einem verminderten Preis angeboten wird. IBM nennt derzeit 8000 US-Dollar für die Single Server Configuration und 12.000 Dollar für die Multi Server Configuration der Advanced Edition.

Als Schlüssel zum Erfolg sieht IBM die Unterstützung von Anwendungsentwicklern an. Darum wird die Single Server Configuration für die Anwendungsentwicklung kostenlos lizenziert werden. Diese Development-only Config Option soll ebenfalls am 30. Juni kostenlos in Versionen für Linux und Windows zum Download angeboten werden. Dabei handelt es sich um eine Vollversion mit Unterstützung für alle Web Services, jedoch ohne den administrativen Überbau.

Darüber hinaus verspricht IBM, noch im Laufe dieses Jahres eine neue grafische Entwicklungsumgebung mit dem Namen Websphere Studio Workbench als Open Source freizugeben. Craig Hayman, Director Websphere Development, meint dazu: "Ich bin mir noch nicht sicher, unter welcher Lizenz. In der Vergangenheit haben wir gute Erfahrungen mit der Apache-Lizenz gemacht. Wir haben bereits viel zum Apache-Projekt beigetragen und werden dies auch in der Zukuft fortsetzen." Den Erfolg dieser Strategie sieht IBM laut Hayman am enormen Zuspruch der Entwickler zu IBM's Developerworks: "Es gibt rund 20 Millionen Software-Entwickler, mit ganz geringem Wachstum. Das ist die Stelle, an der wir mit anderen Anbietern konkurrieren." (Volker Weber) / (jo)

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