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IBM kündigt Workplace Services Express an

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IBM erweitert sein Workplace-Angebot um eine Express-Version für kleinere und mittlere Unternehmen unter der Marke Workplace Services Express (WSE) in Konkurrenz zu Microsofts Teamwork-Tools Sharepoint. Die Software soll zum Ende des Monats verfügbar sein.

WSE ist ein Anwendungsportal, dessen Leistungsumfang sich am leichtesten durch die von IBM bereitgestellte FLash-Demo erschließt. Mit Workplace propagiert IBM eine Abkehr von PC-Architekturen zu einer zentralen Steuerung von Anwendungen im Browser und Rich Client auf Basis einer Portalsoftware.

IBM markiert alle Produkte für den SMB-Markt (Small and Medium Business) mit der Marke Express. Sie haben dabei in der Regel zwei Eigenschaften: Sie sollen einerseits leichter zu installieren und zu betreiben sein als andere Unternehmensprodukte, und sie werden andererseits je Benutzer lizenziert und nicht nach der Anzahl der Server-CPUs. Um das Angebot tatsächlich auf den Markt der im IBM-Sinne kleineren Unternehmen zu beschränken, gibt IBM zudem in der Regel eine Obergrenze der Benutzer vor, die sich nicht in den technischen Fähigkeiten des Produktes ausdrückt, sondern nur in der Anzahl der kaufbaren Lizenzen.

Alle diese Eigenschaften liegen auch hier vor, wobei interessanterweise wichtige Details noch im Unklaren sind. Das beginnt damit, dass man bei IBM sehr fein unterscheidet zwischen IBM Workplace und IBM Lotus Workplace sowie zwischen IBM WebSphere Portal und IBM Lotus Workplace. Die Themen sind eng verwandt, aber nicht austauschbar. Mit IBM Workplace wird eine Architektur beschrieben, die von einem Portal gesteuert wird und den Zugang zu Informationen über eine Reihe unterschiedlichster Clients und Plattformen ermöglicht, darunter den auf Eclipse basierenden IBM Workplace Client. IBM WebSphere Portal ist ein konkretes Produkt, das aktuell einen Wechsel von Version 5 zu Version 5.1 durchläuft. IBM Lotus Workplace ist ein Satz Team-Anwendungen auf der technischen Basis dieses Portals. Der Kunde kauft jedoch nur diese Anwendungen, ohne zugleich die Lizenz für das gesamte Leistungsspektrum dieser Portalsoftware zu erwerben. Darüber hinaus gibt es klare technische Versionsabhängigkeiten. So benötigt das aktuelle IBM Lotus Workplace 2.0.1 beispielsweise IBM WebSphere Portal 5.0.2.3. Für WebSphere Portal 5.1 wird dann ein neues Lotus Workplace, voraussichtlich Version 3.0, angekündigt werden.

WSE soll sich laut IBM auf einem einzelnen Server installieren lassen und ist laut Ken Bisconti, IBM Lotus Vice President of Messaging Product, für eine Nutzung durch 750 bis 1000 Benutzer konzipiert. Die Preise für das neue Produkt wird IBM mit der Verfügbarkeit Ende des Monats ankündigen. (Volker Weber) (jk)

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