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IBM macht mehr als 3 Milliarden US-Dollar Gewinn

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IBM profitierte nach eigenen Angaben von den anziehenden IT-Investitionen der Firmen und von günstigen Wechselkursen. In allen Geschäftsbereichen habe man wachsen können, vor allem aber der Kommunikationssektor und die Verkäufe an kleinere und mittlere Unternehmen hätten angezogen, hieß es bei der Vorstellung der Geschäftszahlen, die die Erwartungen der Analysten übertrafen. Im vierten Quartal erreichte der IT-Konzern einen Umsatz von 27,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahrs. Der Nettogewinn lag bei 3,1 Millliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 12 Prozent im Jahresvergleich. IBM profitierte aber auch vom schwachen Dollarkurs, Währungschwankungen herausgerechnet hat IBM beim Umsatz im vierten Quartal um 3 Prozent zugelegt. Für das gesamte Geschäftsjahr 2004 wies IBM bei einem Umsatz von 96,5 Milliarden US-Dollar (plus 8 Prozent) einen Gewinn von 8,4 Milliarden US-Dollar (plus 11 Prozent) aus.

Für den eigentlichen Knalleffekt sorgte IBM eigentlich einige Zeit vor der Vorlage der Zahlen für das vierte Geschäftsquartal: Der Verkauf der PC-Sparte an den chinesischen Computerkonzern Lenovo befreite IBM von einer verlustreichen Sparte, mit der sich IBM trotz einer für IT-Verhältnisse langen Tradition in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte. Vom Verkauf der Sparte erhofft sich IBM jedenfalls eine höhere Profitabilität in den kommenden Geschäftsquartalen; im gerade abgelaufenen Quartal ist die Personal Systems Group, deren Umsatz um 2 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar wuchs, noch in den Bilanzen von IBM verzeichnet.

Insgesamt legte der Hardware-Umsatz bei IBM um 4 Prozent auf 9,5 Milliarden US-Dollar zu. Der eServer-Bereich konnte um 5 Prozent zulegen, wobei die Intel-Server der xSeries-Reihe, die unter Linux oder Windows laufen, um 25 Prozent und die Unix-Serverlinie pSeries (AIX und Linux) um 15 Prozent zulegten. Die Mainframe-Linie zSeries und die AS/400-Nachfolger der iSeries mussten beim Umsatz aber Federn lassen; genaue Zahlen veröffentliche IBM hier aber nicht. Allerdings meinte der Konzern, bei den zSeries habe man immerhin bezogen auf die installierte Rechenleistung in MIPS zulegen können, und zwar um 6 Prozent. Die Umsätze für die Rack-Server mit Opteron-Prozessoren wies IBM im Einzelnen nicht aus. Der Dienstleistungssektor Global Services schaffte einen Umsatzzuwachs von 10 Prozent auf 12,6 Milliarden US-Dollar. Die Softwaresparte legte um 7 Prozent auf 4,5 Millliarden US-Dollar zu; bei der WebSphere-Reihe konnte IBM sogar ein Plus von 18 Prozent verzeichnen. Der Umsatz von Lotus (unter anderem Domino/Notes) kletterte um 5 Prozent, die Entwicklungssoftware-Abteilung Rational wuchs um 8 Prozent.

IBM-Chef Samuel Palmisano führte die "Stärke des integrierten Geschäftsmodells" als Begründung für IBMs Wachstum an. Dies sei das beste vierte Quartal in der Unternehmensgeschichte gewesen; und erstmals habe man die Schwelle von 3 Milliarden US-Dollar Gewinn in einem Quartal überschreiten können. Die Zufriedenheit schienen die Investoren zu teilen: Nachdem der Aktienkurs im normalen Handel bereits um 0,85 Prozent gestiegen war, kletterte er zu Beginn des nachbörslichen Handels nach Vorstellung der Geschäftszahlen weiter um bis zu einem Prozent.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei IBM in US-Dollar

Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 19.350 Mio. 1.520 Mio.
2/00 21.700 Mio. 1.900 Mio.
3/00 21.800 Mio. 2.000 Mio.
4/00 25.600 Mio. 2.700 Mio.
1/01 21.040 Mio. 1.750 Mio.
2/01 21.600 Mio. 2.000 Mio.
3/01 20.400 Mio. 1.600 Mio.
4/01 22.800 Mio. 2.330 Mio.
1/02 18.500 Mio. 1.190 Mio.
2/02 19.600 Mio. 56 Mio.
3/02 19.800 Mio. 1.300 Mio.
4/02 23.670 Mio. 1.020 Mio.
1/03 20.065 Mio. 1.384 Mio.
2/03 21.631 Mio. 1.705 Mio.
3/03 21.522 Mio. 1.785 Mio.
4/03 25.913 Mio. 2.709 Mio.
1/04 22.250 Mio. 1.602 Mio.
2/04 23.200 Mio. 2.000 Mio.
3/04 23.429 Mio. 1.800 Mio.
4/04 27.671 Mio. 3.040 Mio.