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IBM mit Gewinnanstieg bei stagnierendem Umsatz

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Der Computerkonzern IBM hat im zweiten Quartal 2001 dank seines starken Dienstleistungsgeschäfts den Gewinn gesteigert. Der Quartalsgewinn stieg gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um fünf Prozent auf zwei Milliarden US-Dollar oder 1,15 Dollar je Aktie. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Damit hat IBM die Wall Street-Gewinnerwartungen erfüllt. Der Umsatz im zweiten Quartal belief sich auf 21,6 Milliarden US-Dollar und blieb damit um rund ein Milliarde Dollar hinter den Prognosen zurück. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte IBM 21,65 Milliarden US-Dollar Umsatz verezichnet.

Trotz der soliden Geschäftsentwicklung zeigte sich allerdings auch der Branchenführer nicht unabhängig von der der schwachen Wirtschaftsentwicklung: Im Hardware-Bereich gab es einen Rückschlag um 5,5 Prozent und bei Software einen Umsatzrückgang von 4,6 Prozent. IBM-Chef Louis V. Gerstner verwies jedoch darauf, dass das IBM- Dienstleistungsgeschäft erneut ein explosives Wachstum und 16 Milliarden Dollar an neuen Geschäftsabschlüssen verbucht habe. IBM steigerte den Dienstleistungsumsatz im zweiten Quartal gegenüber dem April-Juni-Abschnitt 2000 um 6,8 Prozent.

Gerstner sprach von "extrem schwierigen Branchenkonditionen". "Wir sind auch nicht immun gegen einige der Probleme, die viele unserer Konkurrenten im zweiten Quartal trafen", konzedierte er. Gerstner hob die anhaltende Schwäche bei Personal Computern und Festplatten hervor. IBM litt auch unter dem starken Dollar. Ohne Wechselkursveränderungen wäre der Quartalsumsatz um fünf Prozent gestiegen, statt zu stagnieren.

Gerstner geht davon aus, dass sich diese Faktoren auch im zweiten Halbjahr bei IBM bemerkbar machen. IBM sieht auch Anzeichen einer Verlangsamung des Mikroelektronik-Geschäfts, da die Hersteller ihre Käufe reduzieren. Die IBM-Aktien, die im regulären Handel bereits um knapp vier Prozent auf 104,28 Dollar gefallen waren, gaben nachbörslich weiter auf 101,00 US-Dollar nach. (wst)