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IBM mit weiterem Umsatzrückgang

Für IBM geht der Wandel vom klassischen IT-Anbieter zum modernen Cloud-Dienstleister nur schleppend voran. Die Geschäftsbereiche, auf die der Konzern in Zukunft setzen will, wachsen zwar kräftig. Insgesamt sinken die Erlöse aber trotzdem.

IBM mit weiterem Umsatzrückgang

Blick in das Watson Centre in Marina Bay.

(Bild: IBM)

Der starke Dollar und schwächelnde Verkäufe im traditionellen Computer-Geschäft haben IBM zum Jahresende einen weiteren Umsatzrückgang eingebrockt. Die Erlöse sanken im vierten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um gut ein Prozent auf 21,8 Milliarden Dollar (20,5 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

IBM kämpft seit über vier Jahren mit schrumpfendem Umsatz, genau genommen war es das 19. Quartal mit einem Minus in Folge. Dennoch konnte der Konzern den Überschuss von 4,46 Milliarden auf 4,50 Milliarden Dollar leicht steigern. Die Prognosen der Analysten wurden mit den Quartalszahlen übertroffen.

Auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2017 überraschte positiv: IBM stellt einen bereinigten Gewinn von mindestens 13,80 Dollar je Aktie in Aussicht. An der Wall Street war mit etwas weniger gerechnet worden. Dennoch geriet die IBM-Aktie nachbörslich nach einer ersten positiven Marktreaktion mit über zwei Prozent ins Minus. Im Jahresvergleich hat der Kurs allerdings um 35 Prozent zugelegt.

IBM will sich vom klassischen Computer-Hersteller zum modernen Anbieter von Cloud-Diensten im Internet, Daten-Analyse, künstlicher Intelligenz und Sicherheits-Software wandeln. Diese Bereiche, mit denen Vorstandschefin Ginni Rometty in Zukunft punkten will, schafften ein Umsatzplus von 11 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar.

Im traditionellen Kerngeschäft tut sich IBM jedoch weiter schwer. Hinzu kamen zuletzt Probleme durch den starken Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung verringert. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Gewinn um 11 Prozent auf unter dem Strich 11,9 Milliarden Dollar. Die Erlöse gingen um zwei Prozent auf 79,9 Milliarden Dollar zurück. (dpa) / (anw)

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