IBM setzt auf Slack statt Microsoft Teams

Slack bekommt zahlreiche neue Nutzer. IBM hat dem Kommunikationsdienst den Vorrang vor Microsoft Teams gegeben.

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(Bild: Slack_PressKit)

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Der Technologiekonzern IBM hat sich für Slack statt Microsoft Teams entschieden. Damit erhält der Kommunikationsdienst 350.000 langfristige Anwender, einige davon nutzten bereits zuvor das Werkzeug. Die Entscheidung kommt daher nicht überraschend, dennoch kann man sie als Ansage für Microsoft verstehen.

IBM ist künftig der größte Kunde von Slack, berichtet der Business Insider. Die Plattform hat derzeit etwa zwölf Millionen Kunden. Microsoft Teams ist laut Eigenaussage des Unternehmens gut 20 Millionen Mal ausgeliefert worden – allerdings geschieht dies teilweise bei Office-Abos automatisch. Teams ist auch die erste Microsoft-Anwendung, die für Linux zur Verfügung steht. Microsoft und Slack gehen sehr offensiv mit dem Wettbewerb um. Slack-Chef Stewart Butterfield erklärte auf einer Konferenz, dass er keine Sorge vor der Konkurrenz habe. Dabei verglich er Teams mit der Suchmaschine Bing, in die Microsoft viele Milliarden investiert habe, ihr Marktanteil aber dennoch gering sei.

IBM hatte Slack bereits bei einigen angebotenen Anwendungen integriert. Auch haben schon einzelne Abteilungen des Unternehmens damit gearbeitet haben. Für Slack bietet der Abschluss mehr Planungssicherheit für die Zukunft. Zuletzt hatte das Unternehmen verlauten lassen, dass sich SiriusXM, ein sehr großer Radioanbieter aus den USA, für Slack entschieden hat. Eine offizielle Mitteilung zum IBM-Deal gibt es noch nicht, Butterfield bestätigte aber in dem Medienbericht und sagt: "Jetzt wissen wir, dass Slack auch im weltweit größten Unternehmen funktioniert." Ursprünglich hatte man es eher auf den Einsatz in Start-ups abgesehen.

Kürzlich hat auch Google einen erneuten Schritt in Richtung Kommunikations-Tools gemacht. Gmail, Google Drive und Hangout Chats sollen unter einer Oberfläche vereint werden, die dann G-Suite-Kunden zur Verfügung steht.

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[UPDATE 11.02.2020 11.04 Uhr] Wir haben im ersten Absatz ergänzt, dass ein Teil der IBM-Mitarbeiter bereits Slack nutzte. (emw)