Menü

IBM setzt auf neues Design und Technik bei Mobil-PCs

vorlesen Drucken Kommentare lesen 9 Beiträge

Neue Wege will der Computer-Hersteller IBM jetzt bei der Gestaltung seiner Produktpalette einschlagen. Experimentiert wird gegenwärtig unter anderem mit multifunktionalen Mobil-PCs, Uhren-Rechnern, mit Kleidungsstücken, in die diverse Mini-Computer eingeflochten werden und mit außergewöhnlichen Designs, die als "exotisch", aber "höchst funktional" bezeichnet werden. Leo Suarez, IBMs Produktmanager für den Sektor "Mobile-Systems", ist sich sicher, dass im Bereich der mobilen Datenverarbeitung eine Design-Revolution bevorsteht: "Notebooks der Zukunft werden mit den heutigen Geräten bei Aussehen und Form nicht mehr viel gemeinsam haben. Die Zeit der Deckel-auf-Deckel-zu-Maschinen ist vorbei."

Im Museum of Modern Art in New York können die Besucher zurzeit einen ersten Eindruck vom zukünftigen Produktdesign des neuen Marktführers im Segment der Notebooks/Laptops gewinnen: Im Rahmen der Ausstellung Workspheres stellt IBM den Prototypen LifeNetwork InfoPortal vor. Dabei handelt es sich um ein mobiles Informationstablett, das sowohl am Boden als auch an der Wand befestigt werden kann und über einen schwenkbaren Teleskoparm verfügt. Ausgestattet ist das InfoPortal mit einem On-Screen-Soft-Keyboard, das ein kontaktloses Navigieren auf dem Bildschirm ermöglicht, einer Falt-Tastatur, versenkbarer Video-Kamera und Fingerabdruck-Scanner. Ein ausgeklügeltes Sensorensystem sorgt dafür, dass sich das InfoPortal automatisch der jeweiligen Position des Benutzer anpasst.

Eine Neuerung, die schon Ende des Monats auf dem Markt erscheinen soll, ist das ThinkPad TransNote. Es verbindet ein Notebook mit einem herkömmlichen Notizblock. Unterhalb des Blockes liegt eine Empfangseinheit, die handschriftliche Notizen quasi per Kuli-Klick in das Notebook überträgt. Gedacht ist TransNote vor allem für Lehrkräfte, Außendienstler, Rechtsanwälte und Börsenmakler.

Vage mit "sehr bald" wird von IBM der Termin für die Marktreife eines eingebauten Sicherheitschips für ThinkPads umschrieben. Diese auf Desktop-PCs schon eingesetzte, von IBM entwickelte Hardware-Verschlüsselungstechnik wurde von der Trusted Computer Alliance als Standard definiert. In Hinblick auf den für 2002 endlich erwarteten Boom bei der drahtlosen Kurzstreckendatenübertragung mittels Bluetooth arbeitet IBM momentan an der Integration einer Bluetooth-Antenne in seine ThinkPads. Überstürzen wolle man bei der kabellosen Vernetzung aber nichts, sagt Leo Suarez, "die Sicherheitslücken in diesem Bereich sind einfach noch sehr groß". (pmz)