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IBM sieht sich auf dem richtigen Weg

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IBM hat im dritten Quartal 2005 wegen steuerlicher Sonderbelastungen von 525 Millionen Dollar im Zusammenhang mit der geplanten Repatriierung von kumulierten Auslandsgewinnen in Höhe von neun Milliarden Dollar netto etwas weniger verdient. Die Dienstleistungs- und Software-Bereiche des Konzerns entwickelten sich gut. Das Hardware-Geschäft lief ohne die verlustbringende Personal-Computer-Sparte ebenfalls besser. Die PC-Sparte war an den größten chinesischen PC-Hersteller Lenovo verkauft worden. Insgesamt konnte IBM die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Der IBM-Umsatz fiel im dritten Quartal gegenüber der Vorjahreszeit um acht Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar. Klammert man jedoch die PC-Umsätze im dritten Quartal 2004 aus, dann stieg der Konzernumsatz um vier Prozent. Der Quartalsgewinn fiel um 2,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie stieg von 92 auf 94 Cent je Aktie. IBM verdiente unter Ausklammerung von Sonderfaktoren 1,26 Dollar je Aktie (Vorjahr 1,03 Dollar) , während die Wall Street mit 1,13 Dollar gerechnet hatte. Die Gewinnmarge erhöhte sich von 36,5 auf 40,6 Prozent. IBM hatte am Ende der Berichtszeit 8,3 Milliarden Dollar liquide Mittel. Das Unternehmen kaufte im dritten Quartal eigene Aktien im Wert von 1,7 Milliarden Dollar zurück.

IBM legte mit seiner Dienstleistungssparte, dem mit Abstand größten Geschäftsbereich, im dritten Quartal um 3,3 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar zu. IBM holte in diesem Bereich Aufträge von elf Milliarden Dollar herein und hatte einen Auftragsbestand von 113 Milliarden Dollar. Bei der Hardware gab es wegen des PC-Spartenverkaufs einen Umsatzrückgang um 32 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Klammert man die PC-Zahlen der Vorjahresvergleichszeit aus, steigerte IBM seinen Umsatz mit Großrechnern, Servern und anderen Computern um sieben Prozent. Die neu eingeführten zSeries-Großrechner kamen bei den Kunden gut an, meinte IBM. Der Softwareumsatz legte um fünf Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar zu.

IBM steigerte seinen Umsatz in Nord- und Südamerika ohne PCs und unter Berücksichtigung von Wechselkursveränderungen um fünf Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar und in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um fünf Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Es gab im asiatisch-pazifischen Raum auf dieser Basis einen Umsatzrückgang von zwei Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Die Umsätze mit anderen Computerherstellern stiegen um zwölf Prozent auf 814 Millionen Dollar. "Unsere Restrukturierungsaktionen und unser gestrafftes Management in Europa beginnen, Resultate zu zeigen", betonte IBM-Konzernchef Samuel J. Palmisano. "IBM hatte ein gutes Quartal", erklärte er.

Der Neunmonatsumsatz fiel um 2,8 Prozent auf 66,7 Milliarden Dollar. IBM verdiente in den ersten neun Monaten dieses Jahres 4,7 Milliarden Dollar, im Vorjahr waren es noch 4,6 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie stieg on 2,72 auf 2,90 US-Dollar je Aktie. Dabei waren die steuerlichen Belastungen für die Gewinnrückführung, Sonderkosten von 1,7 Milliarden Dollar vor Steuern für die Restrukturierung, ein Vorsteuergewinn von 1,1 Milliarden Dollar aus dem Verkauf der PC- Sparte und sonstige Einkünfte im Zusammenhang mit einem Vergleich mit Microsoft in Höhe von 775 Millionen Dollar berücksichtigt.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei IBM in US-Dollar

Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 19.350 Mio. 1.520 Mio.
2/00 21.700 Mio. 1.900 Mio.
3/00 21.800 Mio. 2.000 Mio.
4/00 25.600 Mio. 2.700 Mio.
1/01 21.040 Mio. 1.750 Mio.
2/01 21.600 Mio. 2.000 Mio.
3/01 20.400 Mio. 1.600 Mio.
4/01 22.800 Mio. 2.330 Mio.
1/02 18.500 Mio. 1.190 Mio.
2/02 19.600 Mio. 56 Mio.
3/02 19.800 Mio. 1.300 Mio.
4/02 23.670 Mio. 1.020 Mio.
1/03 20.065 Mio. 1.384 Mio.
2/03 21.631 Mio. 1.705 Mio.
3/03 21.522 Mio. 1.785 Mio.
4/03 25.913 Mio. 2.709 Mio.
1/04 22.250 Mio. 1.363 Mio.
2/04 23.200 Mio. 2.000 Mio.
3/04 23.429 Mio. 1.800 Mio.
4/04 27.671 Mio. 3.040 Mio.
1/05 22.908 Mio. 1.402 Mio.
2/05 22.270 Mio. 1.829 Mio.
3/05 21.500 Mio. 1.500 Mio.
dpa