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IBM startet Linux-Offensive in Brasilien

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In Brasilien startet in dieser Woche wie erwartet IBM seine Verkaufsoffensive für Linux-basierte PCs bei Unternehmenskunden. Das meldet das Wall Street Journal. Mit dem neuen Programm nimmt IBM größere Banken, Einzelhandelsketten und Regierungsstellen als Kunden ins Visier. Insbesondere wolle der Konzern mit dem niedrigen Preis der Open-Source-Software locken, sagte Rogério Oliveira, Präsident von IBM Brasilien. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Big Blue mit der brasilianischen Regierung eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Einsatz von Open-Source-Software in dem südamerikanischen Land voranbringen und Linux-Projekte fördern soll.

Der brasilianische Präsident Lula ist ein Befürworter von Open-Source. Seit dem Wahlsieg des Präsidentschaftskandidaten der brasilianischen Arbeiterpartei (PT) im Oktober 2002 hat die Open-Source-Bewegung in Brasilien erheblichen Auftrieb bekommen. In vier brasilianischen Staaten sind bereits Gesetze zur Unterstützung freier Software verabschiedet worden, Ähnliches plant die Arbeiterpartei für das gesamte Land.

Für IBM steht das Linux-Engagement im Zentrum seiner Strategie für so genannte Schwellenländer. Ähnliche Projekte stehen an für Indien, China und Russland, sagte Peter Nielsen, Linux-Stratege bei IBM. "Wir sehen eine wachsende Kundennachfrage in einigen sich entwickelnden Märkten, wobei Brasilien auf Platz 1 steht", meinte er zum Thema Linux. (tol)