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IBM startet interne Abkehr von Microsoft Office

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Das Management des Computerriesen IBM hat rund 20.000 technikbegeisterte Mitarbeiter aufgefordert, von Microsoft Office auf die quelloffene hauseigene Office-Suite Lotus Symphony umzusteigen. Ziel soll es laut einer heise online vorliegenden E-Mail sein, das "enorme Potenzial auf Kooperation beruhender Innovation" aufzuzeigen. Zugleich solle das auf der frei verfügbaren Bürosoftware OpenOffice basierende Paket in andere bei Big Blue bereits genutzte Web-2.0-Anwendungen integriert werden, schreiben IBMs Chief Information Officer (CIO) Mark Hennessy und die für soziale Software zuständige Managerin Gina Poole in der E-Post an ihre Kollegen.

Big Blue hat insgesamt rund 388.000 Angestellte, von denen 37.000 ein eigenes Blog betreiben und 214.000 ein Wiki oder andere Beteiligungsmöglichkeiten über soziale Software nutzen. Die 20.000 "Early Adopters" aus dem IT-Umfeld seien nun für den Test mit Lotus Symphony ausgewählt worden, heißt es in dem Schreiben, da sie bereits immer wieder den Boden für die Akzeptanz innovativer Technologien bereitet hätten. Mit Symphony hätten sie nun die Möglichkeit, dank spezieller Plugins den Arbeitsprozess an Textdokumenten, Tabellen oder Präsentationen über den eigenen PC hinaus kooperativ zu erweitern, Mashups zu erstellen und die Verbreitung von Informationen mit Kollegen und Partnern zu erleichtern. Die Unterstützung des von der ISO zertifizierten Open Document Format (ODF) mache die Ergebnisse ferner unabhängig von dem Programm, mit dem sie erstellt wurden.

IBM stellte das kostenlos zum Download angebotene Lotus Symphony Ende Mai fertig. Das Paket enthält die Textverarbeitung Documents, die Tabellenkalkulation Spreadsheets und die Präsentationssoftware Presentations, die den jeweiligen OpenOffice-Modulen Writer, Calc und Impress entsprechen. Die Datenbank Base, der Formeleditor Math und das Malprogramm Draw aus der modellstehenden frei verfügbaren Office-Suite fehlen. Die Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit der Bürosoftware hat IBM nach eigenen Angaben mittlerweile verbessert. (Stefan Krempl) / (vbr)