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IBM stellt Update für Lotus Notes/Domino 6 fertig

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Mit der ersten Überarbeitung von Lotus Notes und Domino 6 liefert IBM einige Funktionen nach, die ursprünglich schon für das Release im dritten Quartal 2002 geplant waren. Mit dem Roaming User Support können sich Anwender nun auch an fremden PCs mit der eigenen Notes-ID anmelden. Das setzt voraus, dass neben einigen Konfigurationsinformationen und dem persönlichen Adressbuch auch die Notes-ID mit ihren kryptographischen Zertifikaten auf dem Server verwaltet wird. Das eröffnet zugleich eine weitere Neuigkeit in der Version 6.0.1: So kann man nun mit iNotes Web Access auch Notes-verschlüsselte Mails lesen. Das kann ebenfalls nur funktionieren, wenn der Server den geheimen Schlüssel des Benutzers liefern kann.

Linux wird nun auch als zusätzliche Serverplattform für iNotes Web Access unterstützt. Als Client dient jedoch vorerst weiter nur der Microsoft Internet Explorer unter Windows. Für die im Herbst erwartete Version 6.5 hat IBM jedoch auch die Unterstützung von Netscape -- so die Bezeichnung in der Ankündigung -- zugesagt, expressis verbis auch auf Linux. Die Entwickler haben sich jedoch bislang keineswegs auf einen Netscape-Client festgelegt. Man darf erwarten, dass auch andere Mozilla-Ableger funktionieren und möglicherweise offiziell unterstützt werden. Das betrifft nicht nur den Online-Zugriff, sondern auch die Fähigkeit, Notes-Datenbanken für den Offline-Betrieb zu replizieren.

Der Notes-Client auf dem Mac wird nun auch auf Mac OS X 10.2 unterstützt, wo er bislang schon klaglos funktionierte. Neu ist hingegen der Installer für Mac OS X, sodass sich Notes auch auf Maschinen ohne Classic Environment oder Mac OS 9.x installieren lässt. Der Installer kommt sozusagen "just in time", da die neuen Powerbooks nur noch mit Mac OS X booten sollen. Solaris/Sparc 9 bekommt zudem nun auch den offiziellen Segen als Serverplattform. Darüber hinaus hilft das so genannte Single Copy Template Platz zu sparen. So muss das Design für Tausende von Mail-Datenbanken optional nur noch ein einziges Mal auf dem Server abgelegt werden. Bislang enthält jede Datenbank zwangsweise ihr eigenes Design.

Das Update gibt es kostenlos bei Lotus. Installations-CDs sollen in Kürze verfügbar sein. (Volker Weber) (jk)

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