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IBM stellt neuen Patentrekord in den USA auf

Big Blue hat 2016 erstmals über 8000 US-Patente erteilt bekommen und zum 24. Mal in Folge die Spitze der US-amerikanischen Liste für gewerbliche Schutzrechte erklommen. Die erste deutsche Firma findet sich dort auf Platz 24.

IBM

(Bild: dpa, Matthias Balk)

Die Rangliste der Unternehmen, die 2016 die meisten US-Patente erhalten haben, wartet mit Überraschungen und Konstanten auf. Schon zum 24. Mal in Folge steht an 1. Stelle der IT-Konzern IBM. Als erste Firma konnte Big Blue aber mit 8088 in Empfang genommenen gewerblichen Schutzrechten bei einem Plus von fast zehn Prozent gegenüber 2015 die 8000er-Marke knacken. Dies geht aus aktuellen Zahlen hervor, die der US-Dienstleister IFI Claims auf Basis von Publikationen des US-Patentamts veröffentlicht hat.

An IBM-Mitarbeiter gingen im vergangenen Jahr demnach durchschnittlich 22 Patente pro Tag. Die Palette der abgedeckten Erfindungen reicht von Künstlicher Intelligenz (KI) über kognitive Gesundheitslösungen und Cloud bis hin zu Netzwerksicherheit, teilte das Unternehmen mit. Darunter seien etwa Schutzansprüche auf eine Bildgebung für eine bessere Überwachung der Herztätigkeit, eine individuelle Hörhilfe, eine Dekontaminisierungsdrohne oder ein Trainingsansatz, mit dem Maschinen auf präzise Antworten auf Fragen gedrillt werden könnten. 582 der Patente stammten von IBM-Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber schon allein für rund 2000 zeichneten sich Angestellte im US-Bundesstaat New York verantwortlich.

Auch die Plätze 2 bis 5 sind unverändert im Besitz von Samsung Electronics mit 5518 Patenten, Canon, Qualcom und Google. In die Top Ten haben es zudem Intel, LG Electronics, Microsoft, Taiwan Semiconductor Manufacturing und Sony geschafft. Das erste europäische Unternehmen findet sich mit dem schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson auf Platz 18, Bosch landete als erster deutscher Konzern mit 1207 neuen US-Patenten auf Rang 24.

Alle Plätze in den Top 50 verteilen sich auf Firmen aus nur elf Ländern. Die USA halten dabei den Löwenanteil mit 41 Prozent, es folgte Japan trotz sinkender Patentaktivitäten mit 28 Prozent. Südkorea kommt auf 15, Taiwan auf vier Prozent, Deutschland liegt mit 2,6 Prozent ganz knapp vor China. Asiatische Unternehmen belegen 50 Prozent der Ränge unter den ersten 50.

Als große Gewinner hat IFI Claims Nokia mit einem Patentzuwachs von 74 Prozent, Huawei mit 50 und Amazon mit 46 Prozent Plus ausgemacht. Den größten Sprung nach vorn auf Platz 22 habe mit Global Foundries aber dank der Übernahme einer IBM-Sparte eine Halbleiterfirma gemacht, die auf den Kaiman-Inseln eingetragen und eine Niederlassung in Santa Clara im Silicon Valley betreibe. Einige der aufgeführten Unternehmen sind in die Patentkonflikte verstrickt, die vor allem im Mobilfunkbereich für Unruhe sorgen. So verklagten 2016 Huawei Samsung und Nokia Apple, während auch der Patentstreit zwischen Samsung und Apple weiter vor sich hin kochte. (Stefan Krempl) / (mho)

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